Full text: Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 17. Band, (Jahrgang 1855)

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Zeuschner. Über die Verbreitung- des Löss 
Von dem öfters genannten Orte Rothenstein wandte ich mich 
gegen Süden; in allen tiefen Spalten-Thälern ist ebenfalls Lehm 
entwickelt und bedeckt den Liaskalk, bei den Ortschaften Huia Mu- 
ränska und Muran. Hier erhebt sich dieses neue Sediment bis an 
die hoch emporsteigenden Kalkwände. 
In dem Thale von der Jolcva zwischen Muran und Rotze ist 
wieder Löss ungemein mächtig entwickelt; er bedeckt sowohl die 
Gneisse wie die Granite und erreicht selbst die ziemlich hohen Ab 
hänge, auf denen er zwar nur eine 2—3 Fuss dicke Schichte bildet; 
unter anderm findet man ihn auf dem Granitabhange gegenüber Rotze, 
an der bekannten Rutilgrube genannt Paulusowa Ranya. Viel mächtiger 
zeigt sich der Lehm in dem kleinen Nebenthale genannt RuduaCzesta, 
welches gegen das berühmte Eisensteinbergwerk Zeleznik bei Syrk 
führt. Hier bedeckt Lehm sowohl die Höhe des genannten Berges Zele 
znik, wie auch die angrenzenden Höhen von Syrk und Plosköw, dann 
zieht er sich auf das hohe Plateau der Zaychawa und Polom, wo aus 
dem Talkschiefergebirge eine mächtige Masse von Trachit hervorragt. 
Im ganzen Rimathale zwischen Theissholz und Rima Banya 
bedeckt ebenfalls Lehm die Gneisse zwischen Theissholz und Likiez 
und die Talkschiefer von da bis Rima Banya. 
Auch im Thale der Rimawica einem Querthale des Rimathaies, 
liegt eine mächtige Schichte von Lehm über dem Gneisse bei den 
Orten Rimawica und Kokowa. 
Auf dem Granitgebirge Chorepa zwischen Kokowa und Klenowce 
(Klenoc), ruht ebenfalls eine mehr weniger mächtige Lehmschichte. 
Je mehr man sich gegen Süden wendet, desto mächtiger wird 
der Lehm: im Thale von Zlatno, an den schönen Anlagen der Glas 
hütte, bedeckt derselbe die mächtigen Granithöhen, so wie auch das 
ganze Thal zwischen Zlatno, Czech-Brezo und Poltar, wo die letzten 
Talksehieferhöhen und die daran anstossenden tertiären Sedimente 
sind, die durch ihre feuerfesten Thone in der Umgebung allgemein 
bekannt sind. 
Auch in der ganzen Zips ist der Lehm sehr mächtig entwickelt; 
von dem südlichen Fusse der Tatra bis an das krystallinisclie Schiefer 
gebirge bedeckt eine sehr dicke und continuirliche’Schichte die 
eocenen Karpathen-Sandsteine. Diese Formation nimmt an Mächtig 
keit gegen Osten, gegen das Sarosser Comitat bedeutend zu. Selbst 
mitten in dem Gebirge der Zipser krystallinisclien Schiefer erscheinen
	        
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