Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

92

Hauer.  Über  die  Beschaffenheit  der  Lava  etc.

Kieselerde.  .
Thonerde  .  .
Eisenoxydul  .
Manganoxydul
Kalkerde  .  .
Talkerde  .  .
Kali  ....

In  lOOTheilen:  Sauerstoff:
48-85  51-44  26-72
22-47  23-66  ll-04\
8-18  8-61  191J
0-63  0-66  0-15(

9  05  9-53  2-72\l7-55

Natron  .  .  .

1-73  1-82  0-73
0-98  1  03  0-17]
3  07  3-23  0-83;

94-96  99-98

Bischof  weist  nach  i),  dass  im  Labrador,  wie  im  thonerdehaltigen ­
  Augit  der  Sauerstoff  der  Kieselsäure  zu  dem  der  Basen,  sich
wie  3  :  2  verhalte,  und  dass  daher  in  einer  Lava,  welche  bloss  Labrador ­
  und  thonerdehaltigen  Augit  enthält,  und  noch  keine  Zersetzung ­
  erlitten  hat  die  Menge  der  Kieselsäure  zwischen  55-75  und
47-05%  betragen  müsse;  dass  dieses  Maximum  nur  statt  haben
könne,  wenn  der  Labrador  sehr  vorherrschend  ist,  während  ein
dem  Minimum  sich  nähernder  Gehalt,  eine  überwiegende  Menge  des
Augites  vermuthen  lasse.  Es  verhält  sich  aber  nach  der  obigen  Analyse ­
  die  Sauerstoffmenge  der  Kieselsäure  zu  jener  der  Basen,
—  3  :  1-97,  das  ist  fast  genau  =3:2.  Dieses  Verhältnis  berechtigt ­
  also  zu  der  Annahme,  dass  der  Augit  ein  thonerdehaltiger  sei,
so  wie  die  Menge  der  Kieselsäure  für  sich  hinlänglich  zeigt,  dass
ausser  den  genannten  Mineralien  keine  andere  an  Kieselsäure  reichere
Feldspathspecies,  oder  ein  daran  ärmeres  Fossil  zugegen  sein  könne,
was  auch  mit  der  mineralogischen  Wahrnehmung  in  vollem  Einklänge
steht.  Was  endlich  ihre  relativen  Mengen  beträgt,  so  zeigt  der  Gehalt
von  51-44%  Kieselsäure,  welcher  nahe  in  Mitte  der  von  Bischof
bezeichneten  Grenzen  steht,  dass  weder  die  eine  noch  die  andere
Species  sehr  vorherrschend  sein  könne,  während  sie  zusammen  den
Hauptbestandtheil  dieser  Lava  bilden.
Becapitulirt  man  nunmehr  das  Ganze,  so  ergibt  sich  diese  Lava
als  ein  Gemenge  von  nahe  95%  fast  gleicher  Theile  von  Labrador
und  Augit,  nahe  2%  Olivin  und  3%  Magneteisen.  —

1 )  Lehrbuch  der  chem.  und  physik.  Geologie.  II.  Bd.,  S.  630.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.