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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

des  Ätna  von  der  Eruption  im  Jahre  1852.

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der  Augit  und  selbst  der  Labrador  Talkerde  enthalten  können.  Den
Labrador  und  Augit  ihrer  Menge  nach  zu  berechnen,  würde  ebenso
nur  durch  willkürliche  Voraussetzungen  ermöglicht  werden  ,  da  finden ­
  Labrador  die  Alkalien,  wie  Bischof  gezeigt  hat,  durchaus
keinen  sicheren  Anhaltspunkt  bieten,  während  die  Augite  in  noch
höherem  Grade  jedes  charakteristischen  Bestandtheiles  entbehren.  Ich
glaubte  demnach  in  Betreff  einer  allfälligen  Scheidung  mich  auf  folgende ­
  Versuche  beschränken  zu  müssen:  Kleine  Stücke  wurden  mit
massig  concentrirter  Chlorwasserstolfsäure  bei  gelinder  Temperatur
längere  Zeit  digerirt.  Die  Lösung  enthielt  0 - 80%  Talkerde.  Nach
den  Versuchen  von  Girard  *)  wird  hiebei  derOlivin  vollständig  zersetzt, ­
  hingegen  in  sehr  geringem  Masse  Labrador  und  Augit.  Kleine
Stücke  ferner,  welche  unter  der  Loupe  frei  von  beigemengten  Olivinkörnern ­
  erschienen,  ergaben  1-S7%  Talkerde.  Legt  man  die
oben  im  Mittel  gefundene  Gesammtmenge  der  Talkerde  (2-68%)  zu
Grunde,  so  dürfte  das  Mittel  dieser  beiden  Bestimmungen  0-9S%
die  Menge  der  Talkerde  sehr  nahe  angeben  ,  welche  im  Olivin  enthalten ­
  ist,  und  es  entspricht  diese  Menge  1-89%  Olivin.  Ebenso
wurde  ein  Tlieil  der  fein  gepulverten  Lava  mit  schwach  verdünnter
Chlorwasserstoffsäure  bei  einer  Temperatur  unter  der  Siedhitze
längere  Zeit  behandelt,  w-obei  wohl  anzunehmen,  dass  das  Eisenoxyd
ungelöst  geblieben,  und  nur  Eisenoxydul  in  Lösung  übergegangen
sei.  Die  Lösung  enthielt  9-1  G%  Eisenoxydul.  Zieht  man  diese  von
der  im  Mittel  angegebenen  Gesammtmenge  des  Eisenoxyduls
(10-80%)  ab,  so  erübrigen  1-64%,  welche  als  Eisenoxyd  berechnet ­
  (T82%  Fe 2 0 t .')  mit  der  entsprechenden  Menge  Eisenoxydul
(0-82%  FeO)  2-64%  Magneteisen  ergeben,  und  es  dürften  diese
Angaben  um  so  mehr  sich  der  Wahrheit  nähern,  da  der  Olivin,  ein
an  Kieselsäure  armes  Mineral,  und  das  Magneteisen  hier  als  eine
ursprüngliche  Bildung,  in  grösserer  Menge  vorhanden  gedacht,  die
Menge  der  Kieselsäure  unter  der  gefundenen  Menge  erscheinen  lassen
mussten.  Bringt  man  sonach  von  der  obigen  mittleren  Analyse  diese
Quantitäten  von  Olivin  nach  der  Formel  10  (3  MgO  ,  SiO s )  -fo
  FeO,  Si0 3  und  das  Magneteisen  in  Abzug,  so  erübrigen:

')  Hammelsb

erg,  Handwörterbuch.  I.  Abth,,  S.  77.
            
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