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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Hauer.  Über  die  Beschaffenheit  der  Lava

gischen  Reichsanstalt  zu  untersuchen,  und  fand  auch  in  dieser  jene
merkwürdige  Übereinstimmung,  bezüglich  ihrer  Zusammensetzung
bestätigt.  Herr  Sectionsrath  L.  von  Heu  fl  er  und  Herr  G.  Rösler
hatten  dieselben  am  Ätna  selbst  gesammelt,  und  an  die  erwähnte
Anstalt  übergeben.  Diese  Lava  ist  von  dunkelgrauer  Farbe,  und  sehr
porös.  So  weit  die  Masse  krystallinisch,  was  bei  dem  grössten
Theile  derselben  der  Fall  ist,  besteht  sie  nach  einer  mineralogischen
Untersuchung  von  Dr.  Kenngott  aus  Labrador  und  Augit,  mit  einzelnen ­
  eingesprengten  Olivinkörnern.  Die  Anwesenheit  des  Magneteisens ­
  gibt  sich  durch  eine,  wiewohl  sehr  geringe  Wirkung  auf  die
Nadel  zu  erkennen,  wie  dies  von  Abich  schon  bei  den  früheren  Laven
angegeben  wurde.  Das  specifische  Gewicht  ist  =  2'8G,  während
Abich  jenes  der  Lava  vom  Jahre  1838,  zu  2-94  angibt.  Diese
geringe  Verschiedenheit  mag  darin  ihren  Grund  haben,  dass  ich
mich  zur  Restimmung  desselben  kleiner  Stücke  bediente,  welche  vor
der  zweiten  Wägung  ausgekocht  wurden,  während  Abich  hiezu  die
Substanz  in  Pulverform  anwandte.  Zur  Analyse  selbst  wurde  eine
hinlängliche  Menge  gepulvert,  so  dass  alle  im  Folgenden  angegebenen ­
  Bestimmungen  mit  Theilen  derselben  Masse  ausgeführt  werden
konnten,  um  das  annäherndste  Resultat  der  durchschnittlichen  Zusammensetzung ­
  zu  erzielen.
Bei  jeder  der  beiden,  im  Folgenden  angeführten  Analysen,  aus
welchen  das  Mittel  gezogen  wurde,  da  sie  hinlänglich  genau  übereinstimmten, ­
  wurde  eine  zweifache  gewogene  Menge  der  Substanz
angewandt.  Für  die  eine  Partie  diente  als  Aufschliessungsmittel  kohlensaures ­
  Natron  und  hierin  wurden  die  Kieselsäure  und  alle  Basen,
mit  Ausnahme  der  Alkalien,  ihrer  Menge  nach  bestimmt.  Der  Gang
war  in  Kürze  folgender.  Die,  längere  Zeit  im  Fluss  erhaltene  Masse
wurde  nach  dem  Abkühlen  in  verdünnter  Chlorwasserstoffsäure  gelöst, ­
  eingedampft,  wieder  gelöst,  und  von  der  Kieselsäure  getrennt.
Thonerde,  Eisenoxyd  und  Manganoxydul  wurden  gemeinschaftlich
gefällt,  die  Thonerde  durch  Kalihydrat,  Eisenoxyd  und  Manganoxydul ­
  durch  bernsteinsaures  Ammoniak  getrennt,  und  letzteres
als  kohlensaures  gefällt.  Der  Kalk  wurde  als  kohlensaurer,  die  Magnesia ­
  als  pyrophosphorsaure  gewogen.
Die  zweite  Menge  wurde  mit  kohlensaurem  Baryt  über  der  Gaslampe ­
  mit  dem  Gebläse  aufgeschlossen.  Die  zu  einer  Schlacke
geschmolzene  Masse  wurde  gelöst,  und  nach  Trennung  von  der  Kie-
            
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