Untersuchungen über den ein- und zweiaxigen Glimmer.
85
nach, sondern selbst in der Cohärenz der einzelnen Lamellenlagen
yon den dazwischen krystallisirten Quarz- und Feldspathkörpern
afiicirt wurden. Es ist auch schon aus der obigen Aufzählung ersichtlich
geworden, wie die secundärenTheilungsrichtungen am vollkommensten
in den kleinen in den Granit eingeschlossenen Glimmerpartien
ausgeprägt sind und wie diese wieder allgemein einen optischen
Axenwinkel besitzen, der selten weniger als 69° beträgt. Um
mich nun zu vergewissern, ob die hier ausgesprochene Ansicht,
dass die optischen Eigenschaften durch die Cohärenz der
Schichten modificirt werden können, der Natur entspreche, musste
ich über ein Mittel nachsinnen, welches mir als Maass der Cohäsion
dienen sollte und glaubte als solches die Dichte gebrauchen
zu können. Ich verglich nämlich nur Stücke von einem und demselben
Fundorte, welche nothwendig alle einerlei Dichte besitzen
müssten, wenn nicht die verschiedene Festigkeit in dem Zusammenhänge
der Schichten kleine Unterschiede erzeugten, ■— und eben um
den Betrag dieser ist es ja hier zu thun. Da mir aber nur die Glimmer
von Pressburg, Engenhos corallinhos und Zwiesl hiezu in genügender
Menge zu Gebote standen, so habe ich mich beschränkt an
denselben die Prüfung anzustellen.
Glimmer von Pressburg.
Winkel der optischen Axen: 69 9 7, Dichte: 2-714
70-0
70- 5
71- 2
72- 3
72-4
72-0
2-735
2-755
2-782
2-790
2-793
2-796
Glimmer von Engenhos corallinhos.
Winkel der optischen Axen : 65 ? 2, Dichte:
2-602
2-629
2-799
2-810
2-833
2-838
65- 9
66- 5
71-6»
70-5°
70-3»