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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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G  r  a  i  1  i  c  h.

Diese  Gleichung  enthält  nur  noch  die  zu  suchende  Grösse  p;
löst  man  sie  auf,  so  führt  sie  zur  folgenden  quadratischen  Gleichung
(indem  die  Auflösung  nach—5-=  0  keinen  möglichen  Werth  für  ft
gibt):
8 1 u. a (sf/i  © 0 2 —2  sin  fi  ' iJ r  sin  y 3 2 )-f[(sin  © 0 ~—4  sin  2 -|-sin  y 3 2 ) 2 —
—4  sin  y 0 2  sin  y 3 2 ]  =  0,
woraus
•4
[sin  cpQ 2  —  4  sin  tp, 2  +  sin  © 2 2 ] 2  —  4  sin  o 0 2  sin  o./
8  (sin  f 0 2  —  2  sin  fj 2  4-  sin  y a 2 )
In  dieser  Form  ist  aber  die  für  11  zu  erwartende  Genauigkeit
wenig  in  die  Augen  fallend;  setzen  wir  daher
sin  <p 0 2 -—sin  y t 3  =  (sin  y 0  +  st»  ^i)  (sin  fo  —  s * w  ?i)  =
sin  y 4 2 —sin  y a 2  =  (sin  © 4  -f-  sin  y 3 )  (sin  y 4  —sin  <p 2 )  =  d 3
o 4  —  d a  =  A
Die  Differenzen  sin  <p 0  —  sin  <f,,  sin  —  sin  <p 2  und  folglich
auch  di  und  d a  sind  sehr  kleine  Grössen;  denn,  ob  es  gleich  möglich
ist,  beliebig  breite  Streifen  zu  erzielen,  jenachdem  man  dickere  oder
dünnere  Glimmerplatten  wählt,  so  ist  doch  für  die  Messung  nur  ein
sehr  geringer  Spielraum  gelassen,  da  in  dünnen  Platten  die  Ränder
der  Streifen  so  breit  werden,  dass  es  unmöglich  ist,  mit  der  entsprechenden ­
  Genauigkeit  die  Mittellinien  derselben  zu  treffen,  in  dickeren
dagegen  die  Fehler,  welche  aus  der  mangelhaften  Homogeneität  des
inneren  Baues  entspringen  so  sehr  an  Einfluss  zunehmen,  und  die
Linien  auch  so  nahe  an  einander  rücken,  dass  unter  den  am  günstigst
gewählten  Umständen  <p 0 —f,  und  •—y 3  höchstens  einen  Grad
erreichen  und  dabei  so  wenig  von  einander  abweichen,  dass  die
zweite  Differenz  der  Quadrate  der  Sinuse  der  Winkel  A  äusserst
klein  wird.  Substituiren  wir  diese  Grössen  in  die  Gleichung  für  p,
so  erhält  dieselbe  folgende  einfache  Gestalt:
„  (A  —  2  sin  f>i 2 ) 2  —  4  sin  <p 0 2  sin  ip a 3
P~—  “
lösen  wir  das  Quadrat  auf  und  vernachlässigen  wir  A 2 ,  so  reducirt
sich  dies  auf:
sin  tpj 2  (A  —  sin  ^j 2 )  +  sin  y 0 2  sin  <p„ 2
P  =  2Ä
            
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