Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

78

G  r  a  i  1  i  c  h.

Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  =  75°.  (Dichte
=  2-744.)
Glimmer  aus  Sibirien.  Bruchstücke  von  sehr  heller  Farbe,
Oberfläche  eben  und  spiegelnd.
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  =  75°  40'.  (Dichte
=  2-795.)
Glimmer  aus  Rozena,  Mähren.  Kleine,  sechseckige  Tafeln
aus  einem  rosenrothen  Lepidolithfelsen.
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  =  76°.
Glimmer  aus  Pennig,  Sachsen.  Wenig  gefärbte  Bruchstücke ­
  aus  einem  grobkörnigen  Granite;  Oberfläche  vielfach  gekrümmt
und  uneben.
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  =  76°  30'.
G1  i  m  m  e  r  a  u  s  Massachusetts,  Nord-America.  Ziemlich
wohl  ausgebildete  Krystalle:  P-\-  oo.  -P+  oo  mit  normalen  Theilungsrichtungen,
  zuweilen  sind  die  Individuen  zu  grösseren  Complexen
  zusammengewachsen,  wodurch  sie  ein  Ansehen  gewinnen,  das  an
die  Gypsrosen  des  Montmartre  erinnert.  In  grobem  Granite.
Scheinbare  Winkel  der  optischen  Axen  =  76°  10'  —  76°  40'
an  verschiedenen  Stellen.

Professor  Dana  hat  die  grosse  Mehrzahl  der  hier  aufgeführten
Glimmer  unter  dem  Namen  Museo  vite  in  eine  Species  versammelt;
sämmtliclie  Muscovite  scheinen  demnach  ihrem  optischen  Verhalten
nach  eine  Reihe  zu  bilden,  deren  Grenze  durch  jene  Individuen
gebildet  wird,  wo  die  Divergenz  der  Axen  50°  und  76°  —  oder
nahezu  diese  Werthe  —  beträgt,  und  zwar  liegt  bei  ihnen  die  grössere ­
  Diagonale  in  dem  optischen  Hauptschnitte.  Denn  die  unter  B,  «
aufgezählten  Varietäten  sind  hinlänglich  von  den  übrigen  unterschieden ­
  und  zwar  zerfallen  dieselben  selbst  wieder  in  zwei  natürlich
geschiedene  Abtheilungen,  deren  eine  die  Zinnwaldite,  welche
bereits  in  den  deutschen  Handbüchern  der  Mineralogie  aufgenommen
und  beschrieben  sind,  umfasst,  während  die  andere  die  übrigen,  dem
Muscovite  und  Lepidolithe  im  Äussern  ähnliche,  dem  optischen  4erhalten ­
  nach  aber  fernstehende  Varietäten  enthält.
Auffallend  ist  der  Unterschied  in  der  Anzahl  der  beiden  Abtheilungen ­
  B,  a  und  B,  b;  während  in  Senarmont’s  Aufzählung  die
Glimmer,  deren  Hauptschnitt  mit  der  grösseren  Diagonale  coincidirt,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.