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G r a i 1 i c h.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 75°. (Dichte
= 2-744.)
Glimmer aus Sibirien. Bruchstücke von sehr heller Farbe,
Oberfläche eben und spiegelnd.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 75° 40'. (Dichte
= 2-795.)
Glimmer aus Rozena, Mähren. Kleine, sechseckige Tafeln
aus einem rosenrothen Lepidolithfelsen.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 76°.
Glimmer aus Pennig, Sachsen. Wenig gefärbte Bruchstücke
aus einem grobkörnigen Granite; Oberfläche vielfach gekrümmt
und uneben.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 76° 30'.
G1 i m m e r a u s Massachusetts, Nord-America. Ziemlich
wohl ausgebildete Krystalle: P-\- oo. -P+ oo mit normalen Theilungsrichtungen,
zuweilen sind die Individuen zu grösseren Complexen
zusammengewachsen, wodurch sie ein Ansehen gewinnen, das an
die Gypsrosen des Montmartre erinnert. In grobem Granite.
Scheinbare Winkel der optischen Axen = 76° 10' — 76° 40'
an verschiedenen Stellen.
Professor Dana hat die grosse Mehrzahl der hier aufgeführten
Glimmer unter dem Namen Museo vite in eine Species versammelt;
sämmtliclie Muscovite scheinen demnach ihrem optischen Verhalten
nach eine Reihe zu bilden, deren Grenze durch jene Individuen
gebildet wird, wo die Divergenz der Axen 50° und 76° — oder
nahezu diese Werthe — beträgt, und zwar liegt bei ihnen die grössere
Diagonale in dem optischen Hauptschnitte. Denn die unter B, «
aufgezählten Varietäten sind hinlänglich von den übrigen unterschieden
und zwar zerfallen dieselben selbst wieder in zwei natürlich
geschiedene Abtheilungen, deren eine die Zinnwaldite, welche
bereits in den deutschen Handbüchern der Mineralogie aufgenommen
und beschrieben sind, umfasst, während die andere die übrigen, dem
Muscovite und Lepidolithe im Äussern ähnliche, dem optischen 4erhalten
nach aber fernstehende Varietäten enthält.
Auffallend ist der Unterschied in der Anzahl der beiden Abtheilungen
B, a und B, b; während in Senarmont’s Aufzählung die
Glimmer, deren Hauptschnitt mit der grösseren Diagonale coincidirt,