74
G raili cl).
Glimmer aus Neuschottland. Grosse Platten, eingewachsen
in grauem Feldspathe. Durch das Vorherrschen der Theilungsrichtung
(pr-f-oo), welche auf der einzigen vorhandenen Krystallkante
Pr -j-oo senkrecht steht, entstehen lange rechtwinkelige
Streifen, die Haüy mit dem Namen micabinaire (M. H») bezeichnet.
Milde, wenig elastisch, mit schwarzen und rothen Ausscheidungen
(eisenhaltig) bedeckt, sonst vollkommen farblos.
Scheinbare Winkel der optischen Axen = 69° 40' — TI 0 52'
je nach der verschiedenen Lage der Schichten.
Glimmer von Balmarussa, tete noire. Rhombische
Bruchstücke, einerseits leichter und faserig theilbar. Milde, zerbrechlich,
fast zerreibbar. Weingelb.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 69° 45'.
Glimmer aus Elfdal, Schweden. Grosse Platten, welche
nach -}fein gerieft, nach — ttü mit Theilungslinien durchzogen
sind. In dünnen Schichten völlig durchsichtig, in dicken
meergrün.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 69° 58'.
Glimmer aus Schlaggenwald, Böhmen. Sechsecke
ausgezeichnet theilbar nach P-\-oo. Silbergrau.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 70° 0'. (Dichte
= 2-762.)
Glimmer aus Pressburg. Grosse, ebene Lamellen, faserigwellig
nach ftr-|-oo, faserig - schülferig nach + —rissig nach
— ^ 2°°- Zwillinge (s. Sitzungsberichte der mathem.-naturw. Classe,
April 1851: Ober eine eigenthümliche Erscheinungsweise der elliptischen
Ringsysteme am zweiaxigen Glimmer von Dr. Kenngott;
und Februar 1853: Bestimmung der Zwillinge mit Hülfe des
polarisirten Lichtes von Grailieh).
Scheinbarer Winkel der optischen Axen variirt von 69° 42' bis
72» 24'.
Glimmer aus Pojanska, wallachisch - illirischer
Grenzdistrict. Grosse Glimmermassen in grobkörnigem Granite,
an denen die secundärenTheilungsrichtungen ausgezeichnet beobachtet
werden können: die ganze Oberfläche ist netzförmig von Linien
durchzogen: faserig theilbar nach p-j-oo, wellig gestreift nach