Untersuchungen über den ein- und zweiaxigen Glimmer.
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dern fehlen sie ganz; überhaupt ist die secundäre Theilbarkeit wenig
vollkommen und mehr angedeutet. In dünnen Schichten vollkommen
durchsichtig und farblos und desshalb zur Herstellung von Bestandtheilen
optischer Apparate vorzüglich brauchbar; dicke Schichten
lassen ein tomhakbraunes Licht durch. Zuweilen findet man auch die
bei dem Glimmer von der Josephs-Alpe erwähnten bogenförmigen Theilungsstücke,
diese unterscheiden sich sowohl durch ihre Dichte als
auch den scheinbaren Winkel der optischen Axen.
Winkel der optischen Axen bei der ersten Art = 64°—65°.
Winkel der optischen Axen bei der zweiten Art — G8°—69°.
2. Die ursprüngliche Begrenzung fehlt. Die Lage der Diagonalen wird aus der Theilungsgestalt
bestimmt , ).
Glimmer aus Irkutsk, Sibirien. Farblose ebene Lamelle
in grobkörnigem Granite, Theilungslinien nach (j> -f-oo) und
(pr-|-oo); faserige Theilbarkeit nach (fir-\- oo).
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 68° 0'.
Glimmer aus Fogaras, Siebenbürgen. Hellbraune
Bruchstücke mit Theilungslinien, welche das abgeleitete Sechseck
andeuten. In Granit.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen 69°.
Glimmer aus Lobming, Österreich. Gekrümmte Bruchstücke
mit fasriger Theilbarkeit nach Farblos.
ft
Scheinbarer Winkel der optischen Axen — 69° 20'. (Dichte
= 2-801.)
Glimmer vom Berge Hjertekokkar, Grönland. Grosse
tombakbraune Massen ohne Ordnung in das Nebengestein eingewachsen;
faserige Theilbarkeit nach (/«■-}-oo), feine Krümmungen
nach
2
Scheinbarer Winkel der optischen Axen =69° 36' (Dichte
= 2-930).
*) Ic h z >ehe es vor in dem Folgenden statt der eigentlichen Bezeichnungen
der Theilungsgestalten andere Symbole einzuführen, welche das Verhältniss
derselben zu den ursprünglichen Begrenzungen als secundäre, verwendete,
sonst aber in allem den eigentlichen Kryslallumrissen ähnliche
Gestalten augenfällig ausdrücken 5 ich wende zu diesem Ende die entsprechenden
kleinen Buchstaben an.