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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Untersuchungen  über  den  ein-  und  zweiaxigen  Glimmer.

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dern  fehlen  sie  ganz;  überhaupt  ist  die  secundäre  Theilbarkeit  wenig
vollkommen  und  mehr  angedeutet.  In  dünnen  Schichten  vollkommen
durchsichtig  und  farblos  und  desshalb  zur  Herstellung  von  Bestandtheilen
  optischer  Apparate  vorzüglich  brauchbar;  dicke  Schichten
lassen  ein  tomhakbraunes  Licht  durch.  Zuweilen  findet  man  auch  die
bei  dem  Glimmer  von  der  Josephs-Alpe  erwähnten  bogenförmigen  Theilungsstücke,
  diese  unterscheiden  sich  sowohl  durch  ihre  Dichte  als
auch  den  scheinbaren  Winkel  der  optischen  Axen.
Winkel  der  optischen  Axen  bei  der  ersten  Art  =  64°—65°.
Winkel  der  optischen  Axen  bei  der  zweiten  Art  —  G8°—69°.
2.  Die  ursprüngliche  Begrenzung  fehlt.  Die  Lage  der  Diagonalen  wird  aus  der  Theilungsgestalt
bestimmt , ).
Glimmer  aus  Irkutsk,  Sibirien.  Farblose  ebene  Lamelle ­
  in  grobkörnigem  Granite,  Theilungslinien  nach  (j>  -f-oo)  und
(pr-|-oo);  faserige  Theilbarkeit  nach  (fir-\-  oo).
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  =  68°  0'.
Glimmer  aus  Fogaras,  Siebenbürgen.  Hellbraune
Bruchstücke  mit  Theilungslinien,  welche  das  abgeleitete  Sechseck
andeuten.  In  Granit.
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  69°.
Glimmer  aus  Lobming,  Österreich.  Gekrümmte  Bruchstücke ­
  mit  fasriger  Theilbarkeit  nach  Farblos.
ft
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  —  69°  20'.  (Dichte
=  2-801.)
Glimmer  vom  Berge  Hjertekokkar,  Grönland.  Grosse
tombakbraune  Massen  ohne  Ordnung  in  das  Nebengestein  eingewachsen; ­
  faserige  Theilbarkeit  nach  (/«■-}-oo),  feine  Krümmungen
nach
2
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  =69°  36'  (Dichte
=  2-930).

*)  Ic h  z >ehe  es  vor  in  dem  Folgenden  statt  der  eigentlichen  Bezeichnungen
der  Theilungsgestalten  andere  Symbole  einzuführen,  welche  das  Verhältniss
  derselben  zu  den  ursprünglichen  Begrenzungen  als  secundäre,  verwendete, ­
  sonst  aber  in  allem  den  eigentlichen  Kryslallumrissen  ähnliche
Gestalten  augenfällig  ausdrücken  5  ich  wende  zu  diesem  Ende  die  entsprechenden ­
  kleinen  Buchstaben  an.
            
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