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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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G  r  a  i  l  i  c  h.

Glimmer  von  Galmeikirclien,  Oberösterreicli.
Zwei  Seiten  des  ursprünglichen  Rhombus  noch  zu  erkennen;  grau
mit  einem  Stiche  ins  Violette.
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  =  74°  30'.
Glimmer  von  Miask  im  Ural.  Sechsseitige,  langgestreckte
Pyramiden  und  rhombische  Prismen  in  sehr  compactem  Quarzfeldspathgesteine.
  Farbe  am  Rande  tombakbraun,  im  Innern  silberweiss
und  grau.  Oberfläche  ziemlich  eben,  Ränder  normal  ausgefranst.
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  =  75°  25'.
Glimm  er  a  us  S  ibirie  n.  Sehr  merkwürdige  Bildung  (Fig.  11).
Dicht  an  einander  gedrängte  abgestumpfte  Rauten,  im  Durchschnitte
dem  Längsschnitte  gewisser  lockerer,  vegetabilischer  Parenchymzellgewebe ­
  nicht  unähnlich;  an  den  Rändern  mit  gelben  Eisenoxyd-Ausscheidungen ­
  bedeckt.  Feldspath.  Grau,  farblos.
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  75°—76°.  (Dichte
=  2-802.)
Glimmer  aus  Pressburg,  aus  einem  Schriftgranite.  Im
Allgemeinen  sind  die  Schriftgranite  eher  glimmerarm  zu  nennen  und
es  sind  die  Glimmerpartien  grösstentheils  aus  der  Hauptmasse  des
Gesteines  geschieden,  zu  eigentümlichen  den  Eisblumen  an  den
Fensterscheiben  ähnlichen  Rildungen  aufgehäuft,  welche  in  den
Sammlungen  unter  dem  NamenR  1  um  engl  i  mm  er  zu  finden  sind.  An
allen  Schriftgraniten  der  k.  k.  Hof-Mineralien-Sammlung  (insofern
sie  unter  den  Glimmern  eingereiht  sich  finden),  so  wie  an  den  der
verschiedenen  Privatsammlungen,  welche  ich  zu  sehen  Gelegenheit
gehabt,  liess  sich  diese  Bildung  nachweisen:  ich  nenne  bloss  die
Schriftgranite  aus  Massachusetts,  Williamsborough,  Southfield,  die
aus  der  Dauphine  und  dem  Departement  de  l’Arriege.  Bei  Pressburg
ist  sie  sehr  gemein;  der  hier  untersuchte  Glimmer  ist  jedoch  mitten
aus  der  Feldspathmasse  und  ziemlich  beträchtlicher  Grösse;  es  ist
eine  erträglich  ebene  Lamelle,  woran  eine  Seite  von  P-f-oo,  und
eine  von  Pr-|-oo  ausgebildet  ist.  Farblos.
Scheinbarer  Winkel  der  optischen  Axen  =  76°  12'.
Glimmer  aus  Engenhos  corallinhos,  Brasilien.
Grosse,  ausgezeichnet  vollkommen  krystallisirte  sechseckige  Tafeln
—  gewöhnlich  fehlen  2  der  Sechseckseiten.  Seiten  bis  6  Zoll  lang,
Oberfläche  die  ebenste  aller  bisher  beschriebenen  Stücke.  An  einigen
Platten  sind  die  Theilungslinien  normal  P-(-oo  sehr  deutlich,  an  an-
            
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