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Wert he im. Über den Gang der Pulsfrequen:
cesses nach einer ersten Vaccination dem geimpften Individuum entnommen
wurde, und zwar zur Zeit, in welcher das Contentum der
Vesilceln die stärkste Contagiosität besitzt, keine ansteckende Wirkung
ausübte. Auch hierüber verschafften wir uns nämlich Kenntniss
durch wiederholte Versuche, die wir an Kindern im k. k. Gebärhause
anstellten. Es erwies sich demnach ganz allgemein als unausführbar,
mit dem Blute eines mit dem Vaccineprocesse behafteten Individuums
— wenigstens unter Anwendung der herkömmlichen Manipulation —
eine wirksame Impfung vorzunehmen, auch in dem Falle, wenn der
Process vollkommen entwickelt ist; um so weniger dann,
wenn der Process mit geringer Intensität verlauft, wie dies,
nach unserer Meinung, nach einer zweiten Impfung der Fall ist.
Gehen wir jetzt noch einmal auf den Ausgangspunkt dieser
Untersuchung zurück. Ihren Gegenstand bildete das Factum der
Immunität des Organismus gegen den Vaccineprocess nach einmal
erfolgtem Ablaufe desselben.
Im Verlaufe der Untersuchung hat sich indess gezeigt, dass eine
solche Immunität, wenigstens in dem allgemein angenommenen
Sinne, nicht e.tistire, indem der Organismus gegen das Vaccinevirus
nicht indifferent wird, sondern darauf ähnlich wie früher nur mit viel
geringerer Intensität reagirt.
Damit hat sich der Fragepunkt wesentlich geändert. Allerdings
verlangt auch diese Thatsache ihre nähere Erklärung. Docli scheinen
schon jetzt die mehrfach genannten acuten contagiösen Processe
durch das erwähnte Verhalten aus dem scharfen Gegensätze herauszutreten,
in dem sie sich bisher den übrigen pathologischen Zuständen
gegenüber befanden, von denen bekannt ist, dass ihre einmalige
Anwesenheit vielmehr eine Disposition als Immunität im Organismus
zurücklässt; denn es liegt nicht gar ferne, anzunehmen, dass hier der
einmal abgelaufene Process dem Organismus die Fähigkeit zurückgelassen
hat, ein zweites Mal die Metamorphosen des eingeführten
Virus rascher und mit geringeren Störungen in der Sphäre der
Empfindung und Vegetation zu vollbringen, als es beim ersten Male der
Fall war.
Ob und in wiefern mit dieser Fähigkeit die beobachtete anhaltende
Steigerung der Pulsfrequenz nach dem Ablaufe des ersten Processes
zusammenbängt, dies zu beantworten, ist vielleicht einer
künftigen Untersuchung Vorbehalten.