Untersuchungen über den ein- und zweiaxigen Glimmer.
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Glimmer aus Nertschinsk, Sibirien. Sechsseitige Tafeln,
in Granit, Theilungslinien normal; faserig nach Pr-j-oo. Grün.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 65°.
Glimmer aus Rotlienkopf, Tyrol. Grüne sechsseitige
Tafeln in Alhit mit vielen normalen Krümmungen.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen =66° (Dichte = 2-780).
Glimmer aus Gloria, Rio Janeiro. P-f-oo. Pr-foo.
Spuren von (P-f-oo) 3 . Feine Krümmungen, normal gegen die Sechseckseiten.
Farblos, spiegelnd.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 66° 36'.
Glimmer aus Skogbollt, hei Kimitö, Finnland.
Grosse Prismen neben rotliem Albit und milchweissem Quarz, Ränder
zerrissen und normal zerfranst, im Innern vollkommen aber wenig
durchsichtig.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 67° 25'. (Dichte
= 2-862.)
Glimmer aus Weatherfield, Connecticut. Grosse
Blätter in grobkörnigem Granite, an denen die eine Hälfte der
ursprünglichen Begrenzung noch sehr wohl wahrnehmbar ist.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen = 67° 40'. (Dichte
=2-836.)
Glimmer von der Josefs-Alpe. Schöne grosse Rhomben
in grobkörnigem Granite (Fig. 8); Theilbarkeit senkreckt zu P-f-oo
wodurch die spitzen Winkeln abgestumpft erscheinen, so dass es das
Aussehen gewinnt als lägen die optischen Axen in der Ebene der
kleineren Diagonale. Feine Krümmungen parallel Pr-f-oo; dieTheilungsrichtungen
normal P-f-oo gehen zum Theil in Bogen in einander
über, ohschon diese bogenförmigen Ausschnitte nur stellenweise vorhanden
sind. Man findet dieselben zuweilen ausgezeichnet an den
Glimmern von Engenhos corallinhos, Matto grosso und Bahia aus Brasilien,
sowie an einer Platte von Pu rar in Ostindien der grössten der
imkais.Hof-Mineralien-Cabinete aufgestellten Glimmerplatten. Farblos.
Scheinbarer Winkel der optischen Axen =69° 10' Q. (Dichte
= 2-713.)
') Es ist zu bemerken, dass bei allen Glimmern, welche sehr deutliche
(faserige) Theilungsrichtungen besitzen, der Winkel der optischen Axe
69° und darüber beträgt.