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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Wert  he  im.  Über  den  Gang  der  Pulsfrequenz

ein  und  ist  am  3  —  4  Tage  völlig  verschwunden.  Wir  haben  auch
diese  Efflorescenzen  der  Messung  unterzogen.  Da  diese  aber,  bei
der  Schwierigkeit,  die  so  kleine  Objecte  der  Messung  darbieten,
keinen  Anspruch  auf  vollkommene  Genauigkeit  machen  kann,  so  ziehen
wir  vor,  statt  der  Einzeldaten  nur  die  Mittelzahlen  aus  den  Messungen ­
  aller  Efflorescenzen  für  jeden  Tag  hier  aufzuführen.  Diese
Zahlen  sind:
für  den  ersten  Tag  0-83
„  „  zweiten  „  0-61
„  „  dritten  „  0-43
Diesen  Zahlen  entspricht  die  beigefügte  Curve  (Taf.  II,  d).
Durch  diese  Thatsachen  und  namentlich  durch  die  Vergleichung
der  Erscheinungen,  die  wir  nach  einer  zweitenVaccination  beobachteten,
mit  jenen,  die  die  erste  begleiten,  sind  wir  zur  Ansicht  geführt  worden, ­
  dass  der  Organismus  auch  auf  die,  einige  Monate  nach  der  ersten
Yaccination  vorgenommene  zweite  Impfung  in  einer  bestimmten
nur  auf  die  Einimpfung  von  Vaccinevirus  erfolgenden  Weise  reagire,
dass  er  also  seine  Receptivität  dafür  nicht  eingebüsst  habe,  sondern
jetzt  den  Process  nur  mit  geringerer  Intensität  und  in  kürzerer
Zeit  vollende  als  das  erste  Mal;  denn  dass  hier  nicht  etwa  Erscheinungenvorlagen, ­
  die  auch  die  Einimpfung  anderer  fremdartiger  Stoffe,
als  Vaccinevirus,  begleiten,  dafür  sprachen  vielfache  von  uns  an
Menschen  und  Thieren  angestellte  Impfungs-Experimente.  Wir  haben
Eiter,  Sputa  von  Tuberculotischen,  in  Fäulniss  übergegangene  thierische
  Gewehstheile,  endlich  auch  anorganische  Stoffe  eingeimpft.
Diese  Impfungen  bieten  von  den  hier  beschriebenen  sehr  verschiedene, ­
  zumTheile  für  einzelne  von  ihnen  ganz  charakteristische  und  constante
  Symptome  dar;  in  keinem  dieser  Fälle  kommt  namentlich  die
hügelartige  Erhebung  von  rosenrother  Färbung,  ohne  Eiterpunkt,  zum
Vorschein,  wie  dies  24  Stunden  nach  einer  zweiten  und  jeder  folgenden
Vaccine-Impfung,  die  nicht  allzulange  Zeit  nach  der  ersten  vorgenommen ­
  wurde,  der  Fall  ist.  Dass  aber  die  hier  beobachteten  Reactionen
  in  der  That  nichts  anderes  als  eine  Wiederholung  des  Vaccineprocesses
  darstellen,  der  nur  durch  kürzere  Dauer  und  geringe  Intensität ­
  schwer  erkennbar  geworden,  schien  uns  insbesondere  aus  der
Reobachtung  vieler  Fälle  des  Vaecineprocesses  hervorzugehen,
welche  bezüglich  ihrer  Dauer,  so  wie  in  Rücksicht  auf  die  Intensität
der  Symptome  zwischen  den  beiden  beschriebenen,  d.  i.  zwischen  dem
            
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