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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

722

Wert  he  im.  Über  den  Gang  der  Pulsfrequenz

Als  das  Mittel  aus  allen  diesen  Daten  erhält  man:
Vxoo  W.
Quadratzoll.

für  den  Tag-1/


für  den  Tag  Qa a d?atzo'll.

0  o-o
1  2-3
2  2-3
3  3-0
4  2-1
5  3-3
6  5-9
7  8-2
8  8-5

9  7-3
10  6-9
11  6-3
12  56
13  4-5
14  4-1
15  3-8
16  3-4
17  3-0

Vom  17.  Tage  an  wurden  die  Messungen  nicht  fortgesetzt,  die

Senkung  erfolgte  stetig,  aber  so  langsam,  dass  die  Bestimmung  der
Unterschiede  von  einem  Tage  zum  anderen  nicht  mehr  die  nöthige
Genauigkeit  zuliess.  Der  Gang  der  Ahnahme  wurde  daher  nur  mehr
nach  dem  Augenscheine  geschätzt  und  demgemäss  in  der  Zeichnung
dargestellt.  (Taf.  II  b,  und  Taf.  III.)
Die  vorstehenden  Mittelzahlen  lehren  uns  bezüglich  des  Ganges
der  Exsudation,  dass  die  Thätigkeit,  die  letztere  zu  Stande  bringt,  nicht
constant  wirkt;  denn  unter  dieser  Voraussetzung  müsste  die  Menge
des  Exsudates  in  gleichen  auf  einander  folgenden  Zeiträumen  immer
um  gleich  viel  zunehmen,  und  die  Linie,  die  das  Wachsthum  desselben ­
  vom  Beginne  bis  zum  Maximum  ausdrückt,  müsste  eine  gerade
sein.  Dies  trifft  aber  nicht  ein;  vielmehr  findet  sowohl  die  Zunahme

als  die  Abnahme  der  Exsudation  unter  mehrfachen  Schwankungen

Statt.  Nach  der  Erhebung  des  1.  Tages  bemerken  wir  am  2.  eine
kleine  Senkung,  vom  3.  bis  zum  8.  Tage  eine  fortwährende,  jedoch
ungleichförmige  Zunahme;  von  da  an  vermindert  sich  das  Volumen
der  Effloresceuzen.  Die  Abnahme  erfolgt  viel  gleichförmiger  als  die

Zunahme  vor  sich  gegangen  war.
Vergleicht  man  die  Puls-  und  die  Exsudations-Curve  unter  einander, ­
  so  bemerkt  man  sogleich,  dass  der  Zeitpunkt,  in  welchem  sie  ihr
Maximum  erreichen,  nicht  für  beide  ein  und  derselbe  ist.  Der  Puls
erreicht  das  Maximum  seiner  Frequenz  am  6.  Tage,  die  Exsudation
das  ihrige  am  8.;  die  Pulsgeschwindigkeit  ist  daher  schon  in
beträchtlicher  Abnahme  begriffen,  während  die  Exsudation  noch
immer  zunimmt.  Letztere  nimmt  vom  8.  Tage  an  stetig  und  fast
gleichförmig  ab,  obgleich  die  Pulsfrequenz  den  einmal  erreichten
hohen  Stand,  nach  einer  vorübergehenden,  gegen  den  14.  Tag  hm
stattfindenden  Verlangsamung,  für  weiterhin  beibehält  und  selbst
noch  überschreitet.
            
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