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Wertheim. Über den Gang der Pulsfrequenz
erwähnten physiologischen PulsbeobachlungSn, die an verschiedenen
Individuen angestellt wurden, hafte sich ergehen, dass immer bei
höherer Pulsgeschwindigkeit auch eine grössere Differenz der Tagund
Nachtfrequenz vorkam. Unser gegenwärtiger Fall erscheint als
eine interessante Ergänzung dieser Erfahrung, in soferne bei demselben
Individuum durch einen pathologischen Vorgang die mittlere
Frequenz und gleichseitig die Differenz der Tag- und Nachtgeschwindigkeit
für geraume Zeit und sehr beträchtlich gesteigert wurde.
Indem wir jetzt zur Betrachtung einer anderen Erscheinungsreihe,
nämlich des Ganges, den die Exsudation nimmt, schreiten,
müssen wir bezüglich der hier angewendeten Untersuchungsmethode
eine Bemerkung vorausschicken. Wir werden nämlich den Stand der
Exsudation nach dem jedesmaligem Volumen der Impfungs-Efflorescenzen
beurtheilen. Die Schärfe der Messung der letzteren könnte
aber insoferne angefochten werden, alsein Gypsabdruck nur anzeigt,
um wie viel sich die Efflorescenz über das Niveau der Haut erhoben
hat; oh diese Erhebung bloss durch flüssiges oder oh sie theils durch
flüssiges (tropfenförmig gesammeltes und in den Interstitien des
Zellgewebes vertheilfes), theils durch vertrocknendes Exsudat erzeugt
ist, dies ist aus dem Gypsmodelle, so gelungen es auch sein mag,
nicht ersichtlich. Allein eine genaue Beobachtung derlmpfungsgebilde
zeigt, dass die durch die interstitielle Exsudation bedingte Erhebung
der Hautoberfläche rings um die eigentliche Efflorescenz, durch die
Ausdehnung die sie besitzt, eine so ansehnliche Volumsänderung an
der betreffenden Hautpartie erzeugt, dass im Vergleiche damit die
Efflorescenz selbst keine Abänderung von erheblicher Grösse bewirkt,
so wie ferner, dass, so lange die Volumszunahme im Ganzen vorherrscht,
Efflorescenz und Halo gleichzeitig wachsen. Nachdem die
Efflorescenz aberihr Maximum erreicht hat, und die Rückbildung derselben
eintritt, vergrössert sich allerdings die Kruste, jedoch nur sehr
allmählich, wogegen die sehr umfänglich inliltrirte Umgebung rasch
und stetig abschwillt. Der Gypsabdruck, der die Veränderung von
beiden wiedergibt, bringt alsTotalergehniss dochimmereineAbnaliine
des Volumens und zwar in einem der Wahrheit sehr nahe kommenden
Verhältnisse zur Anschauung, wieder aus dem Grunde, weil der von
der Kruste eingenommene Raum im Vergleiche mit demjenigen, den
die Infiltration im umgebenden Gewebe einnimmt, nicht bedeutend
erscheint. Würde man während des ganzen Processes die centrale