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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Wertheim.  Über  den  Gang  der  Pulsfrequenz

erwähnten  physiologischen  PulsbeobachlungSn,  die  an  verschiedenen
Individuen  angestellt  wurden,  hafte  sich  ergehen,  dass  immer  bei
höherer  Pulsgeschwindigkeit  auch  eine  grössere  Differenz  der  Tagund
  Nachtfrequenz  vorkam.  Unser  gegenwärtiger  Fall  erscheint  als
eine  interessante  Ergänzung  dieser  Erfahrung,  in  soferne  bei  demselben ­
  Individuum  durch  einen  pathologischen  Vorgang  die  mittlere
Frequenz  und  gleichseitig  die  Differenz  der  Tag-  und  Nachtgeschwindigkeit ­
  für  geraume  Zeit  und  sehr  beträchtlich  gesteigert  wurde.
Indem  wir  jetzt  zur  Betrachtung  einer  anderen  Erscheinungsreihe,
  nämlich  des  Ganges,  den  die  Exsudation  nimmt,  schreiten,
müssen  wir  bezüglich  der  hier  angewendeten  Untersuchungsmethode
eine  Bemerkung  vorausschicken.  Wir  werden  nämlich  den  Stand  der
Exsudation  nach  dem  jedesmaligem  Volumen  der  Impfungs-Efflorescenzen
  beurtheilen.  Die  Schärfe  der  Messung  der  letzteren  könnte
aber  insoferne  angefochten  werden,  alsein  Gypsabdruck  nur  anzeigt,
um  wie  viel  sich  die  Efflorescenz  über  das  Niveau  der  Haut  erhoben
hat;  oh  diese  Erhebung  bloss  durch  flüssiges  oder  oh  sie  theils  durch
flüssiges  (tropfenförmig  gesammeltes  und  in  den  Interstitien  des
Zellgewebes  vertheilfes),  theils  durch  vertrocknendes  Exsudat  erzeugt
ist,  dies  ist  aus  dem  Gypsmodelle,  so  gelungen  es  auch  sein  mag,
nicht  ersichtlich.  Allein  eine  genaue  Beobachtung  derlmpfungsgebilde
zeigt,  dass  die  durch  die  interstitielle  Exsudation  bedingte  Erhebung
der  Hautoberfläche  rings  um  die  eigentliche  Efflorescenz,  durch  die
Ausdehnung  die  sie  besitzt,  eine  so  ansehnliche  Volumsänderung  an
der  betreffenden  Hautpartie  erzeugt,  dass  im  Vergleiche  damit  die
Efflorescenz  selbst  keine  Abänderung  von  erheblicher  Grösse  bewirkt,
so  wie  ferner,  dass,  so  lange  die  Volumszunahme  im  Ganzen  vorherrscht, ­
  Efflorescenz  und  Halo  gleichzeitig  wachsen.  Nachdem  die
Efflorescenz  aberihr  Maximum  erreicht  hat,  und  die  Rückbildung  derselben ­
  eintritt,  vergrössert  sich  allerdings  die  Kruste,  jedoch  nur  sehr
allmählich,  wogegen  die  sehr  umfänglich  inliltrirte  Umgebung  rasch
und  stetig  abschwillt.  Der  Gypsabdruck,  der  die  Veränderung  von
beiden  wiedergibt,  bringt  alsTotalergehniss  dochimmereineAbnaliine
des  Volumens  und  zwar  in  einem  der  Wahrheit  sehr  nahe  kommenden
Verhältnisse  zur  Anschauung,  wieder  aus  dem  Grunde,  weil  der  von
der  Kruste  eingenommene  Raum  im  Vergleiche  mit  demjenigen,  den
die  Infiltration  im  umgebenden  Gewebe  einnimmt,  nicht  bedeutend
erscheint.  Würde  man  während  des  ganzen  Processes  die  centrale
            
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