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Wertheim. Über den Gang der Pulsfrequenz
raumes nach Torgenommener Vaccination abermals die mittlere Pulsgeschwindigkeit
zu ermitteln, um sie mit jener zu vergleichen, die
yor der Vaccination beobachtet wurde. — Die Entwickelung der
Impfungs-Efflorescenzen hatte einen regelmässigen, aber nicht so
intensiven Verlauf genommen als bei Müller und gegen den 10. Juli
wäre der Process im gewöhnlichen Sinne als erloschen zu betrachten
gewesen.
Am 1. August wurden die Pulsbeobachtungen wieder aufgenommen,
und zwar an drei verschiedenen Tagen, jedoch zufälliger
Hindernisse wegen nur bei Tage, von 6 Uhr Morgens bis S Uhr
Abends. Wir werden die sich ergebende Mittelzahl daher auch nur mit
der mittleren normalen Tagesgeschwindigkeit zu vergleichen haben.
Pulsbestimmungen, angestellt an Kath. Mayer am 1. und 2. August,
1. August.
2. August.
Zahl der
Morgens. p u i ssc hISge.
^^6 84
7 86
8 79
9 77
10 74
11 75
12 79
1 76
O I?“
4 79
5 82
Mittel 78-3
Zahl der
Morgens. p uIssl!hläge .
84
7 86
8 82
9 75
10 73
11 68
12 71
1 86
2 79
3 78
4 71
5 74
Mittel 77-8
Vergleichen wir diese Mittelzahlen mit dem Mittel der normalen
Tagesgeschwindigkeit bqi diesem Individuum = 69 - 4, so ergibt sich
eine Bestätigung der bei Müller gemachten mehrerwähnten Erfahrung:
dass die mittlere Pulsfrequenz nach abgelaufenem Vaccineprocesse
für längere Zeit eine bedeutend höhere ist, als sie vorher war.
An die Kenntniss dieser Veränderung, welche im gesunden
Organismus durch den Vaccinationsprocess erzeugt wird, reiht sich
mit befriedigender Übereinstimmung eine patholigische Erfahrung an,
die von Hm. Dr. Bednar herrührt, und die sich auf die in Folge der
Vaccination beobachteten Erkrankungen und Becidiven früher bestandener
Krankheitszustände bezieht. Die Zeit, in welche diese fielen,
war die vom 2.—30. Tage nach vorgenommener Impfung. Die ausführliche
, mit Zahlen belegte Darstellung dieser interessanten Beob-