714
Wertheim. Über den Gang der Pulsfrequenz
zum 6. Tage tritt eine Zunahme der Pulsgesclnvindigkeit ein; die
Beschleunigung, die sie erfährt, ist indess keine gleichförmige, indem
sie in den einander folgenden Zeiträumen des 4., S. und 6. Tages
successive um 1-8, 2 und 9 Schläge in der Minute zunimmt. — Von
jetzt ab findet unter mehrfachen Schwankungen bis zum 14. Tage
hin ein allmähliches Sinken der Geschwindigkeit Statt, die übrigens
auch während des tiefsten Standes, den sie jetzt erreicht, nicht wieder
auf den ursprünglichen Normalstand herabkommt, sondern immer
noch um nahezu 3 Schläge in der Minute höher ist, als dieser. —
Vom 14. Tage an steigt die Frequenz wieder unter mehrfachen und
mitunter bedeutenden Schwankungen, um am 31. Tage einen noch etwas
höheren Stand als den des 6. Tages, nämlich die Geschwindigkeit
von 78-3 Schlägen, zu erreichen , ohne sich von derselben in den
folgenden Tagen wesentlich zu entfernen.
Nach dem 40. Tage unterbrachen wir die Beobachtungen. Doch
blieb Müller fortwährend unter unserer Aufsicht auf der Abtheilung
und änderte nicht in erheblicher Weise die bisher beobachtete
Lebensweise.
Nach Ablauf von 2 Monaten wurden die Beobachtungen an ihm
wieder aufgenommen. Es handelte sich darum zu erfahren, oh die
ermittelte Pulsbeschleunigung sich als eine vorübergehende oder
ob sie sich als eine länger andauernde Änderung der Organisation
erweise. In den Tagen 22.—27. Februar 1853 lieferten die angestellten
Beobachtungen die nachfolgenden Daten (Taf. II, c):
22. Februar.
Zeit. Zahl der
Morgens. Pulsschläge.
72
7 83
8 72
9 76
10 ’ 78
11 78
12 97
1 98
2 87
3 84
4 83
3 83
Mittel 82-7
Zeit. Zahl der
Abends. Pulsschläge.
(i S
7 82
8 81
9 73
10 77
11 73
12 70
1 70
2 70
3 70
4 70
3 70
Mittel 74-3
78-6