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SITZUNG VOM 3. NOVEMBER 1833.
Das corresp. Mitglied, Herr Joacli. Barrande richtete an die
Akademie das Ansuchen, ihm zur Herausgabe des zweiten Bandes
seines Werkes: „Systeme Sibirien du centre de la Boheme
gleichermassen wie seiner Zeit für den ersten, eine Subvention von
1S00 fl. C.M. zu bewilligen. Die Classe beschloss einstimmig, diesem
Ansuchen zu willfahren und die Gesammt-Akademie ertheilte in der
Sitzung vom 27. October diesem Beschlüsse ihre Genehmigung.
Herr Barrande äussert sich in seiner an die Akademie gerichteten
Zuschrift über den Plan des zweitenBandes seines Werkes
folgendermassen:
„Was die reine Wissenschaft betrifft, so will ich hier
nur erwähnen, dass die in meinem 2. Bande zu beschreibenden
Petrefacten eben so neu, so gut erhalten, so belehrend, und in allen
Beziehungen so interessant und so wichtig sind, sowohl in zoologischer
als geologischer Hinsicht, wie diejenigen, welche ich im
1. Bande bekannt gemacht habe. Als Beleg dazu werde ich nur
einer Thatsache erwähnen. Im Jahre 1849 habe ich die Entdeckung
der Metamorphosen der Trilobiten der kaiserl. Akademie mitgetheilt.
Heute hin ich im Stande, eine gleiche Entdeckung in Betreff der
Cephalopoden anmelden zu können. Eä ist mir nämlich geglückt, hei
mehreren Arten des Genus Nautilus die ganze Reihe ihrer Entwickelungsstufen
zusammenzustellen, vom Embryo angefangen bis zum
vollkommen erwachsenen. Der Embryo zeigt sich in der Form eines
kleinen Hakens, lOMillim. im Durchmesser, wogegen der erwachsene
von 200 bis 2S0 Millim. Durchmesser misst; Zwisclien-Stufen sind
s ohr zahlreich, und bilden eine ununterbrochene Reihe, der Form
und Grösse nach. Obwohl Cephalopoden, und namentlich Nautilus,
sich in jeder geologischen Formation, so wie in dem heutigen Ocean
Imfinden, so ist doch bis jetzt keine Erwähnung von solchen Beobachtungen
geschehen. Es war dem böhmischen Silur-Becken Vorbehalten,.
die allerersten Documente zu dieser Entdeckung, aus den
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