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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

680  Parts  ch.  Auszug  aus  dem  amtlichen  Berichte  über  den  am  4.  Sept.  1852
Heumachen  noch  manches  Stück  gefunden  werden  dürfte,  und  dass
mit  rollern  Grunde  angenommen  werden  kann,  dass  die  Gesammtmasse
  der  in  Fekete  gefallenen  Aerolithen  gewiss  über  einen  Centner
betragen  musste.
So  genau  auch  die  Geschichte  dieses  Meteoritenfalles  aufgenommen ­
  wurde,  so  wäre  es  doch  im  Interesse  der  Anschaulichmachung
  dieses  Gegenstandes  sehr  wünschenswert,  wenn  durch
einen  Fachmann  die  Gegend  des  Fekete  und  Istentd  aufgenommen
und  ein  Situations-Plan  dieser  Gegend  verfertigt  würde.
Auch  die  Aufsuchung  des  in  den  Istentd  gefallenen  Meteorsteines ­
  würde  sehr  lohnend  sein,  umsomehr,  als  nach  gefasster  Überzeugung ­
  die  Auffindung  und  die  Herausnahme  desselben  bei  der
geringen  Tiefe  des  Teiches  und  bei  der  Kenntniss  des  Punktes,  wo
derselbe  gefallen,  nicht  nur  nicht  unmöglich  ist,  sondern  mit  nicht
sehr  bedeutenden  Kosten  ausgeführt  werden  könnte.
Aus  mehreren  Zeugenaussagen  dürfte  zwar  mit  ziemlicher
Wahrscheinlichkeit  geschlossen  werden,  dass  nach  dem  ersten  Zerplatzen ­
  des  Meteors  ober  der  Gegend  am  Mezd-Madaras  ein  Theil
desselben  in  der  Richtung  gegen  Maros-Ujvär  geflogen  und  daselbst
niedergefallen  sei.  Da  jedoch  keine  Zeugen  an  diesem  Punkte  waren,
so  konnte  daselbst  bis  nun  nichts  aufgefunden  werden.  Übrigens
dürfte  auch  diese  Wahrnehmung  nur  Ergehniss  einer  optischen  Täuschung ­
  sein,  indem  das  Meteor,  von  Südwest  kommend  und  nach
Nordost  ziehend,  von  jenen  Punkten  aus  leicht  als  ganz  nahe  gesehen
werden  konnte,  wo  es  doch  unter  fortwährendem  Zerplatzen  schnell
seine  Lichte  verlor,  und  in  Folge  der  Wurfkraft  die  Steine  erst  in
Fekete  niederwarf.
Dieses  interessante  Meteor  und  die  Summe  der  darüber  gesammelten ­
  Daten,  wodurch  das  ganze  Phänomen  im,  Detail  autentisch
constatirt  wird,  liefern  wichtige  Belege  als  Stützen  jener  Hypothese,
nach  welcher  in  unserem  wie  auch  in  jedem  anderen  Sonnensysteme,
ausser  den  grossen,  durch  das  freie  oder  bewaffnete  Auge  sichtbaren
Planeten  und  anderen  Weltkörpern,  noch  unzählige  kleinere  Körper,
man  könnte  sagen  „Welt-Atome“,  entweder  als  Trümmer  grösserer
Weltkörper  oder  als  Elemente  werdender  Welten  im  unendlichen
Raume  nach  noch  unerforschten  Gesetzen  rotiren,  die  nur  zu  Zeiten,
wenn  sie  unserer  Erde  nahe  kommen,  auf  Augenblicke  als  Sternschuppen ­
  oder  als  Feuer-Meteore  für  uns  sichtbar  werden  und  die,
            
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