676 Part sch. Auszug aus dein amtlichen Berichte über den am 4. Sept. 1852
Heumachen und auf ergiebigen Feldern durch Anbau von türkischem
Weizen, Roggen und Hafer nutzbringend ausgebeutet wird, ist die
ganze Gegend kahl und so holzarm, dass weit und breit kein Baum
zu finden ist, ausgenommen einige wenige Obstbäume an den grösseren
Gehöften. — Der Boden dieser Gegend, diluvianischen
Ursprungs, bat durchaus keine 1 grösseren Flächen, sondern bildet ein
von vielen kahlen Hügeln, niederen kahlen Bergen und langen
Berglehnen mannigfach durchkreuztes, wellenförmiges Land, durch
welches nur einzelne unregelmässige Thäler gegen das Maros-Thal
sich ziehen, die, durchgängig versumpft, an vielen Orten sich ausbreiten
um grössere Becken zu bilden, in denen das schlammige
Thalwasser als fischreiche Teiche stagnirt. In den kleineren abflusslosen
Einsenkungen dieses Wellenlandes sammeln sich die Tagewasser
zu kleinen Sümpfen und Teichen, die mitunter sehr hoch
gelegen sind und grösstentheils eine mehr oder weniger runde
Form haben.
Gerade unter dem Kreuzungspunkte der anfangs bezeich neten
geographischen Länge und Breite befindet sich ein auf einem sanften
Berge in einer abflusslosen Mulde liegender kleiner Teich „Istento“
(„Gottes-Teich“), der eine längliche Eiform hat, dessen breiteres
tieferes Ende gegen Westen, das spitzere und seichtere jedoch
gegen Osten gelegen ist. Seine Länge beträgt 500, seine grösste
Breite jedoch 250 Schritte, seine Tiefe ist beinahe durchgängig
2 Klafter; rundherum ist derselbe mit Rohr eingefasst, und
der Grund besteht aus feinem Schlamme, der nur am unterem Ende
mit Wasserpflanzen bedeckt ist. Sein ruhiges, klares Wasser wird
durch keinen Zu- noch Abfluss getrübt, höchstens dass ein Fischer
im kleinen Bretterkahne dessen Spiegel furcht.
Nördlich und östlich von diesem Teiche sind in grösserer oder
geringerer Entfernung einzelne, aus strohgedeckten Lehmhütten
bestehende Bauernwohnungen zu Pagäcsa und Sämsond gehörig.
Südlich vom Teiche, jedoch eine halbe Meile entfernt, ist ein
verzweigtes Thal „Nagy Völgy“ genannt, wo etwas bessere Wohnungen
in grösserer Anzahl, einem zerstreuten kleinen Dorfe nicht
unähnlich, sich befinden, die zu Mezö-Madaras zuständig sind.
1852 am 4. September war, wie auch an den vorhergehenden
und folgenden Tagen, ganz heiteres W r etter, wolkenloser Himmel,
heller Sonnenschein und Windstille, als plötzlich Nachmittags