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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

in  Siebenbürgen  am  4.  September  1852.

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steine  von  Mezo-Madaras  hat  unser  verehrtes  correspondirendes  Mitglied, ­
  Herr  Hofrath  und  Professor  Wohl  er  in  Göttingen,  auf  mein
Ansuchen  übernommen.  Ich  werde  sie  zur  Zeit  nebst  der  mineralogischen ­
  Beschreibung  der  Classe  vorzulegen  die  Ehre  haben.  Ich
füge  hier  nur  an,  dass  die  Meteorsteine  der  siebenbürgischen  Localität
  in  die  Abtheilung  der  an  Nickeleisen  reichsten  Meteoriten  gehören, ­
  und  dass  sie  die  nächste  Verwandtschaft  mit  dem  Meteorstein ­
  von  Seres  in  Mazedonien  zeigen,  von  dem  Berzelius  eine  so
vortreffliche  Untersuchung  lieferte,
Wien,  den  20.  October  1853.
P.  Partsch.

Auszug  aus  dem  ämtlichen  Berichte  über  den  am  4.  September ­
  1852  bei  Mezo-Madaras  in  Siebenbürgen  stattgehabten ­
  Meteoriten-Fall
an  das  hohe  Militär-  und  Civil-Gouvernement  von  Siebenbürgen;  verfasst
von  dem  Commissionsmitgliede  Hrn.  W.  K  n  ö  p  f  1  e  r,
Doctor  d.  Med.  u.  Chir.  u.  k.  k.  Distr.-Physikus.
Unter  41°  59'  östlicher  geographischer  Länge  von  der  Insel
Ferro,  und  unter  46°  37'  nördlicher  Breite  befindet  sich  in  Siebenbürgen ­
  jener  interessante  Punkt,  wo  am  4.  September  1852  im  Angesichte ­
  vieler  Zeugen  eine  der  schönsten  unter  den  bis  nun  verzeichnetenMeteoriten-Erscheinungen
  mit  Niederfall  einer  bedeutenden
Menge  von  Aerolithen,  worunter  ein  Exemplar  nahe  an  18  Wiener
Pfund  wiegt,  stattgefunden  hat.
Auf  dem  bergigen  Heidenlande  (Mezöseg)  Siebenbürgens,
gerade  im  Mittelpunkte  des  ganzen  Landes,  eine  Meile  von  Mezo-Madaras
  westlich  entfernt,  war  einstens,  wie  es  noch  viele  Spuren
beweisen,  ein  blühendes  Dorf,  das  durch  die  Tartaren  bei  ihrer
Raubzügen  in  das  Land  verwüstet  wurde.  Nun  stehen  daselbst  nur
einzelne  zerstreute  Weiler  und  Wirthschaftsgebände  und  das  Ganze,
„Fekete“  genannt,  ist  ein  Prädium  zu  Mezo-Madaras,  Sämsond  und
Pagacsa  gehörig.
Der  Boden  daselbst  ist,  wie  in  der  ganzen  Mezöseg,  eine
lehmige  Humuserde;  keine  Felsen  ja  selbst  keinerlei  Steine  sind
daselbst  ausser  etwas  Frauenglas  zu  finden,  und  ausser  der  sehr
grossen  Fruchtbarkeit,  die  auf  fetten  Wiesen  durch  Weiden  und

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