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Mose r.
wurde die rückständige Kolile bei der Asche belassen, und ihre
Menge durch Zurückwägen bestimmt.
Sowohl dieser Rückstand an Kohle, der durch eine Wägung zu
bestimmen war, als auch der Gehalt der Asche an Kohlensäure,
welcher aus demVerluste sich ergab, Hessen es behufs einer sichereren
Controle rathsam erscheinen, aus einer und derselben Aschenmenge
alle Bestimmungen zu machen; es musste desshalb die Asche in
Salpetersäure gelöst werden. Zur Anwendung dieses bei der Analyse
von Pflanzenaschen sonst nicht gebräuchlichen Lösungsmittels liess
ich mich um so lieber bestimmen, als der Grund warum man die
Salpetersäure nicht zur Lösung verwendet, von untergeordnetem
Belange ist; man besorgt nämlich, dass die Schwefelsäurebestimmung
in Folge von zugleich ausgeschiedenem salpetersaurem Baryte unrichtig
ausfallen könne — eine durch mannigfache Mittel leicht zu
beseitigende Fehlerquelle.
Die Asche wurde mit der verdünnten Salpetersäure bei SO —
60° C. über eine Stunde digerirt, und die rückständige Kohle auf
einem kleinen Filtrum gesammelt; diese wurde sofort zuerst mit
salpetersäurehaltendem, dann mit reinem heissen Wasser vollkommen
ausgewaschen. Im Filtrate wurden Chlor, Schwefelsäure und dann
Kieselsäure auf die gewöhnliche Art abgeschieden. Zur Bestimmung
der Phosphorsäure, welche in der Überschuss an Alkalien enthaltenden
Asche nur als dreibasige Säure vorkommt, wurde der in den
Laboratorien von Liebig, Fr es eni u s, u.A. derzeit hei der Analyse
von Pflanzenaschen verfolgte Gang gewählt, welcher sich auf die
Unlöslichkeit des phosphorsauren Eisenoxydes [2jFe z 0 3 3 / J 0 5 ] so
wie des oxalsauren Kalkes in Essigsäure, und auf die Löslichkeit des
phosphorsauren Calcium- und Magniumoxydes in derselben Säure
stützt. Es wurde desshalb das von der abgeschiedenen Kieselsäure
erhaltene Filtrat erhitzt, mit Ammon fast neutralisirt und dann mit
essigsaurem Ammon im Überschüsse versetzt, um das phosphorsaure
Eisenoxyd abzuscheiden. Ist die Flüssigkeit hinreichend verdünnt
und heiss, so hat man nicht zu besorgen, dass mit dem phosphorsauren
Eisenoxyde auch ein Theil der phosphorsauren alkalischen
Erden sich abscheidet, was stets erfolgt, wenn die Flüssigkeit concentrirt
ist. Das essigsaure Filtrat vom phosphorsauren Eisenoxyd
wurde zur Abscheidung des Kalkes mit Oxalsäure oder oxalsaurem
Ammon versetzt und der Niederschlag nach 24 Stunden filtrirt.