Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Über  Sacharometer.

661

Die  Prüfung  des  Sacharometers  zerfällt  in  zwei  Theile,  die  vor
der  Vollendung,  welche  sich  hauptsächlich  auf  eine  genaue  Durchprüfung ­
  der  Scale  beschränkt,  und  in  die  nach  Vollendung  des  Instrumentes, ­
  welch’  letztere  der  Käufer  gewöhnlich  allein  vornehmen  kann.
Die  Prüfung  der  Scale  hat  vor  deren  Einkleben  in  den  Hals  des
Aräometers  zu  geschehen;  die  Scale  soll:
1.  Gewichtsprocente  reinen  Zuckers  von  0-2  zu  0-2  Procent
untergetheilt,  dann  die  ihnen  entsprechenden  Dichten  angeben.
2.  Bei  einem  Umfange  von  2S  Procenten  wenigstens  6  Wiener
Zoll,  gleich  158  Millimeter  lang  sein,  da  nur  bei  solcher  Länge  die
Unterabtheilungen  eines  Procentes  scharf  genug  abgelesen  werden
können.  Scalen  von  geringerem  Umfange  dürfen,  eine  dazu  gehörige
cylindrische  Röhre  vorausgesetzt,  auch  im  Verhältnisse  kürzer  sein.
Zweckmässig  zieht  man  die  Theilstriche  der  den  Zuckerprocenten
entsprechenden  Dichten  mit  einer  anderen  Farbe  als  die  der  Ersteren
aus.  Sind  z.  B.  die  Zuckerprocente  schwarz  ausgezogen,  so  ist  die
Farbe  der  Dichten-Theilstriche  roth,  durch  welches  Verfahren  vielfachen ­
  Verwechslungen  vorgebeugt  wird.
3.  Der  Papierstreifen,  auf  dem  die  Scale  gezogen,  soll  immer
den  Namen  des  Verfertigers,  das  möglichst  genaue  Gewicht  des
ganzen  Instrumentes  tragen  und  die  Bemerkung  enthalten,  ob  die
Ablesung  der  Scale  an  der  oberen  oder  unteren  Flüssigkeitsgrenze
zu  geschehen  habe.
4.  Nicht  nur  der  Anfangs-  und  Endpunkt  der  Scale  muss  richtig
gegeben  sein,  sondern  Gleiches  gilt  auch  von  den  dazwischen  liegenden ­
  Procenten  und  Dichten.  Zur  Beurtheilung  hievon  dient  das  nach
Tabelle  A  construirte  Scalennetz.  Bei  Scalen  für  cylindrische  Röhren
müssen  bei  horizontalem  Auflegen  derselben,  so  dass  der  Anfangsund ­
  Endpunkt  mit  den  beiden  äusersten  Verticallinien  zusammenfallen,
auch  alle  Zwischenpunkte  entweder  vollkommen  mit  denen  des  Scalennetzes ­
  stimmen,  oder  doch  keine  grösseren  Differenzen  als  0  2
Procente  zeigen.  Bei  Scalen  für  conische  Aräometerhälse,  muss  sich
bei  Anlegung  an  das  Netz,  im  Winkel  gegen  die  oberste  Horizontale
oder  eine  ihr  Parallele  geneigt,  nicht  nur  eine  correspondirende
Stelle  in  jeder  der  zwei  äussersten  verticalen  Grenzlinien  des  Netzes
finden  lassen,  sondern  auch  innerhalb  desselben,  muss  noch  ein
drittes  solches  Zusammenfallen  mit  einem  der  Scalenmitte  nahe  liegenden ­
  Procente  stattfinden.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.