Über Sacharometer.
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Flüssigkeiten eingetaucliten Körpern, also auch wie Figur 3 darstellt
an den Sacharometern, und es fragt sich an welcher Flüssigkeitsebene,
der oberen oder unteren, von der Seite der Hülse her gesehen,
die Ablesung der Instrumente zu geschehen habe.
Dass für die Ablesung jedenfalls eine Norm festgestellt werden
müsse, leuchtet leicht ein, wenn man bedenkt, dass eben wegen der
Breite des Ringes an der Flüssigkeitsoberfläche, die an ein und
demselben Sacharometer abgelesenen Zuckerprocentgehalte bedeutend
differiren, je nachdem man oben oder unten (wie die Praktiker dies
nennen) abliest. Ein in meinem Besitze befindliches Sacharometer
gab so z. B. bei Anwendung ein und derselben zuckerhaltigen Flüssigkeit,
den Zuckergehalt:
an der unteren Flüssigkeitsgrenze zu 1S-S1 Procenten
„ „ oberen „ „ IS - 39 „
also einen Unterschied von 0-12 Procenten in der Angabe.
Es ist nun nicht zu leugnen, dass die Ablesung an der unteren
Flüssigkeitsgrenze, also in der Richtung wo, durch die totale Reflexion
begünstiget, bei gehöriger Umsicht mit äusserster Schärfe geschieht
und dass ebenso dabei für die richtige Stellung des Auges in der
Ebene des ahzulesenden Theilstriches die nöthigen Anhaltspunkte
leicht aufzufinden sind, somit-bei mehreren auf einander folgenden
Ablesungen nur wenig differirende Angaben erhalten werden. Diese
Ablesungsart ist aber nur bei vollkommen klaren und farblosen oder
lichtgefärbten Flüssigkeiten anwendbar. In vielen Fällen erscheint
jedoch die zu prüfende Flüssigkeit nicht vollkommen klar, oder wie
z. B. bei Braunbieren so dunkel gefärbt, dass die Ablesungen der
Sacharometerscale durch eine Flüssigkeitsschichte zu den Unmöglichkeiten
gehört, und man daher an der oberen Flüssigkeitsgrenze
ablesen muss. Aus diesem Grunde bleibt es vortheilhafter als Norm
festzustellen, dass die Ablesung der Sacharometerscale an der oberen
Flüssigkeitsgrenze nach der Richtung oo zu geschehen habe, wobei
jedoch, wie aus der Zeichnung ersichtlich, das Auge möglichst genau
>n dieselbe Ebene mit derselben gebracht werden muss. Es ist klar,
dass, da beim Gebrauche der Sacharometer die Scalenablesung
von oben erfolgt, die Verfertiger solcher Instrumente bei deren
Construction ebenfalls immer an der oberen Flüssigkeitsgrenze abzuksen
haben, oder die Unterlassung dieserVorsicht wenigstens ang
e ben, da für jedes derartige Instrument auf rein empirischem Wege