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Pohl.
ohnedies die meisten derselben als beim Gebrauche jedes Aräometers
Anwendung findend, bekannt sind. Hier sollen nur einige Hauptpunkte
hervorgehoben werden, gegen welche leider nur zu häufig Verstosse
geschehen, als deren Folge bedeutende Unrichtigkeiten in den Sacharometer-Angaben
resultiren.
Die Prüfung einer zuckerhaltigen Flüssigkeit mittelst des Sacharometers
bat in einem passenden Gefässe zu geschehen, das am zweckmässigsten
cylindrische Form besitzt und aus Glas verfertiget ist.
Figur 2 zeigt die Form der sogenannten Aräometerhülse, welche
jetzt am gebräuchlichsten, auch die genauesten Ablesungen zulässt.
Hauptsache bleibt es immer, dass die Hülse die nöthige Länge und
eine solche Weite habe, dass das Sacharometer, ohne die Wände zu
berühren, also frei in der zuckerhaltigen Flüssigkeit schwimmen
könne; wozu freilich auch ein ziemlich verticaler Stand der Hülse
gehört. Der Hals ab cd der Hülse muss von möglichst geraden Glaswänden
gebildet, und frei von sogenannten Schlieren und Wellen im
Glase sein, weil sonst bei der Ablesung eine beträchtliche Parallaxe
stattfindet, welche zu argen Fehlern Veranlassung gibt. Die Hülse
wird beim Gebrauche bis zum Beginn des Halses cd mit der zu
prüfenden Zuckerlösung gefüllt und diese so eingegossen, dass das
Herabfliessen an den Wänden der Sacharometerhülse erfolgt, wodurch
das sonst häufig eintretende Schäumen vermieden wird. Sollte dennoch
Schaumbildung eintreten, welche eine genaue Ablesung des Sacharometers
hindert, so ist die Schaumdecke am leichtesten mittelst
Fliesspapier wegzuwischen.
Bekanntlich erscheint die Oberfläche von Flüssigkeiten in Gefässen,
von der Seite betrachtet, nicht als höchst feine Linie von
fast unmerkbarem Durchmesser, sondern in Folge der Adhäsion an
den Gefässwänden wird die Flüssigkeit an letzteren in die Höhe
gezogen und bildet durch Eintretung totaler Betlexion einen messbar
breiten und dunklen Streifen, dessen Breite nicht nur von der
Weite des Gefässes, Art des Glases und der verwendeten Flüssigkeit,
sondern auch von der Concentration der letzteren abhängt,
und daher nicht unbedeutenden Veränderungen unterworfen ist.
Die Flüssigkeitsoberfläche besteht sonach in Gefässen scheinbar
nicht bloss aus einer Ebene, sondern aus zweien, einer oberen und
einer unteren, welche durch einen mehr, minder breiten dunklen Ring
getrennt sind. Ähnliche Erscheinungen zeigen sich an allen in