Über Sacharometer.
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Ist nun der Durchmesser des Sacharometer-Körpers == D,
dessen Länge L, wobei um wenigstens beiläufig auf das Volumen
des conischen unteren Theiles sammt Thermometer-Kugel Rücksicht
zu nehmen, zu der Länge des Aräometer-Körpers nach 0-6 der
Länge des conischen Theiles mit der Thermometerkugel addirt wird;
setzt man ferner den Durchmesser des Sacharometerhalses = D t
und den Fundamentalabstand gleich l, so wird im Allgemeinen:
woraus folgt:
und
) D L . . . (III),
'-(¥)(¥) <m.
D < - " T
■ • (V).
Es sei hier nochmals bemerkt, dass diese Formeln nur rohe
Niikerungswerthe geben, welche dem Verfertiger als beiläufige
Anhaltspunkte dienen sollen.
Die scharfe Bestimmung des Fundamentalabstandes l, geschieht
mit einer in den Hals des Aräometers eingeschobenen Hülfsscale,
welche nicht zu wenig Unterabtheilungen, hei jedoch willkürlicher
Grösse enthalten darf. Mittelst dieser Scale wird der Nullpunkt des
Instrumentes durch Einsenken in destillirtes Wasser von TS°C. = 12°R.
bestimmt. Zur Herstellung des Endpunktes der Scale benöthiget
man eine Zuckerlösung, deren Concentration genau dem höchsten
am Instrumente abzulesenden Procentgehalte entspricht. Zu diesem
Ende wird feinste Raffinade, oder besser ganz weisser Candiszucker
fein gepulvert, dann in einem Luft- oder Wasserbade bei
100° C. so lange erhitzt, als noch Feuchtigkeit fortgeht, bis also der
Zucker an der Wage keinen merkbaren Gewichtsverlust mehr erleidet,
wozu mehrere Stunden erforderlich sind. Von dem getrockneten Zucker
wird nun die nöthige Menge abgewogen, um durch Vermischen
desselben mit einer bestimmten Wassermenge, eine Zuckerlösung
von verlangtem Procentgehalte zu bereiten, die in mit Glasstöpseln
wohl verschlossenen Gefässen aufzubewahren ist.
Durch Eintauchen des Instrumentes in letztere Zuckerlösung,
ebenfalls bei der Normaltemperatur, erfährt man den zweiten Punkt
des Fundalmentalabstandes oder den tiefsten Scalenpunkt, abgelesen
an der Hülfsscale.
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