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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Über  Sacharometer.

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Ist  nun  der  Durchmesser  des  Sacharometer-Körpers  ==  D,
dessen  Länge  L,  wobei  um  wenigstens  beiläufig  auf  das  Volumen
des  conischen  unteren  Theiles  sammt  Thermometer-Kugel  Rücksicht
zu  nehmen,  zu  der  Länge  des  Aräometer-Körpers  nach  0-6  der
Länge  des  conischen  Theiles  mit  der  Thermometerkugel  addirt  wird;
setzt  man  ferner  den  Durchmesser  des  Sacharometerhalses  =  D t
und  den  Fundamentalabstand  gleich  l,  so  wird  im  Allgemeinen:

woraus  folgt:
und

)  D  L  .  .  .  (III),
'-(¥)(¥)  <m.

D <  -  "  T

■  •  (V).

Es  sei  hier  nochmals  bemerkt,  dass  diese  Formeln  nur  rohe
Niikerungswerthe  geben,  welche  dem  Verfertiger  als  beiläufige
Anhaltspunkte  dienen  sollen.
Die  scharfe  Bestimmung  des  Fundamentalabstandes  l,  geschieht
mit  einer  in  den  Hals  des  Aräometers  eingeschobenen  Hülfsscale,
welche  nicht  zu  wenig  Unterabtheilungen,  hei  jedoch  willkürlicher
Grösse  enthalten  darf.  Mittelst  dieser  Scale  wird  der  Nullpunkt  des
Instrumentes  durch  Einsenken  in  destillirtes  Wasser  von  TS°C.  =  12°R.
bestimmt.  Zur  Herstellung  des  Endpunktes  der  Scale  benöthiget
man  eine  Zuckerlösung,  deren  Concentration  genau  dem  höchsten
am  Instrumente  abzulesenden  Procentgehalte  entspricht.  Zu  diesem ­
  Ende  wird  feinste  Raffinade,  oder  besser  ganz  weisser  Candiszucker
  fein  gepulvert,  dann  in  einem  Luft-  oder  Wasserbade  bei
100°  C.  so  lange  erhitzt,  als  noch  Feuchtigkeit  fortgeht,  bis  also  der
Zucker  an  der  Wage  keinen  merkbaren  Gewichtsverlust  mehr  erleidet,
wozu  mehrere  Stunden  erforderlich  sind.  Von  dem  getrockneten  Zucker
wird  nun  die  nöthige  Menge  abgewogen,  um  durch  Vermischen
desselben  mit  einer  bestimmten  Wassermenge,  eine  Zuckerlösung
von  verlangtem  Procentgehalte  zu  bereiten,  die  in  mit  Glasstöpseln
wohl  verschlossenen  Gefässen  aufzubewahren  ist.
Durch  Eintauchen  des  Instrumentes  in  letztere  Zuckerlösung,
ebenfalls  bei  der  Normaltemperatur,  erfährt  man  den  zweiten  Punkt
des  Fundalmentalabstandes  oder  den  tiefsten  Scalenpunkt,  abgelesen
an  der  Hülfsscale.

4'J*
            
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