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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Über  Sacharometer.

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neue,  der  Wahrheit  sich  mehr  nähernde  Vergleichungen  der  Dichten
mit  den  Procentgehalten  bekannt  werden  sollten,  die  alten  Instrumente ­
  noch  immer  brauchbar  erscheinen,  da  man  sie  mit  Beihilfe
einer  kleinen  Tafel  ohne  grosse  Unbequemlichkeit  bis  zu  ihrem
endlichen  Zerbrechen  gebrauchen  kann.
Zweckmässigste  Form  und  Einrichtung  der  Sacharometer.
§.  6.  Sowie  an  dem  Alkoholometer  jetzt  ziemlich  allgemein
das  beim  Gebrauche  unerlässliche  Thermometer  unmittelbar  am
Körper  des  Instrumentes  angeblasen  ist  und  zugleich  statt  der  gewöhnlichen ­
  Beschwerung  zur  Erzielung  des  stabilen  Gleichgewichtes
beim  Eintauchen  in  die  alkoholhaltige  Flüssigkeit  dient,  ebenso  wird
diese  Einrichtung  auch  für  Sacharometer  die  compendiöseste  und
bequemste,  bei  welcher  zugleich  auch  für  die  den  Geschäftsbetrieb
überwachenden  Behörden  die  sicherste  Garantie  gegen  Irrungen  und
Defraudationen  gegeben  ist.
Die  beste  Form  der  Sacharometer  wäre  sonach  die  in  Bayern,
Preussen  und  in  neuester  Zeit  auch  in  Österreich  für  Alkoholometer ­
  gesetzlich  vorgeschriebene,  welche  auch  Figur'  1  in  halber
Naturgrösse  zeigt.  Auch  hier  müsste  der  Nullpunkt,  sowie  Endpunkt
der  Scale,  mit  einem  feinen  Diamantstrich  am  Glase  bezeichnet,  und
das  Gewicht  des  ganzen  Instrumentes  möglichst  genau  an  der  Scale
notirt  sein.  Zu  kurze  Scalen  lassen  keine  hinreichende  Genauigkeit
bei  der  Ablesung  zu;  umfasst  die  Scale  25  Procente,  für  alle  gewöhnlichen ­
  Anwendungen  des  Sacharometers  vollkommen  ausreichend, ­
  so  darf  die  Länge  derselben  nicht  unter  6  Wiener  Zoll  gleich
158  Millimeter  betragen,  in  welchem  Falle  das  Instrument  direct
noch  von  0 - 2  zu  0-2  Procenten  getheilt  sein  kann,  und  einzelne
Zehntel  noch  mit  aller  Sicherheit  abschätzbar  bleiben.
Diese  Unterabtheilung  nach  Zehnteln,  ist  der  gewöhnlich  gebräuchlichen ­
  nach  Halben,  y 4  Graden  etc.  unbedingt  vorzuziehen;  nicht
nur  weil  in  allen,  den  Industriellen  immer  unentbehrlicheren  wissenschaftlichen ­
  Handbüchern  nur  Decimalbrüche  Vorkommen,  sondern  auch
' v eil  bei  Ausführung  aller  technischen  Proben  diese  Rechnungsweise
allgemeinen  Eingang  fand,  und  in  keinem  gut  geleiteten  Laboratorium
der  Welt  technische  Proben  auf  eine  andere  Weise  mehr  berechnet
werden.  Die  Praktiker  sind  ebenfalls  fast  durchgängig  mit  der
Decimalrechnung  vertraut,  und  wenn  die,  gewisse  Industriezweige
            
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