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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Über  Sacharometer.

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Industriellen,  durch  selbe  Einsicht  in  seine  Prozesse  zu  gewinnen
und  dadurch  Verbesserungen  in  seinem  Verfahren  einführen  zu
können,  wird  eben  der  jetzt  nöthigen  lästigen  Reductionen  wegen
grösstentheils  vereitelt.  Es  liegt  daher  im  Interesse  jedes  Fabrikanten,
dem  es  um  die  Vervollkommnung  seines  Geschäftes  zu  thun  ist,
Sacharometer  und  Alkoholometer  auf  gleiche  Normaltemperatur
bezogen  zu  benutzen  und  auch  gesetzlich  benutzen  zu  dürfen.
Ad.  5.  Auch  für  die  Weinbereitung  gilt  vollkommen  das  eben
Angeführte,  da  wieder  dabei  Sacharometer  und  Alkoholometer  zur
Verwendung  kommen  und  die  mittlere  Temperatur,  für  die  Weingährung
  nahezu  15°  C.  beträgt.
Es  weisen  somit  alle  Umstände  und  die  meisten  Anwendungen,
welche  das  Sacharometer  zulässt,  darauf  hin,  dass  dies  Instrument
nicht  nur  für  gleiche  Normaltemperatur  wie  das  Alkoholometer  und
dieselbe  Einheit  gelten  müsse,  sondern  dass  auch  in  unserer  Zone
diese  Normaltemperatur  15°  C.  zu  betragen  habe,  wenn  nicht  das
Sacharometer  statt  vielseitigem  Gebrauche  bloss  einseitigen  zulassen
soll.
§.  5.  Ich  habe  nun,  um  eine  genaue  Sacharometer-Scale  für  die
Normaltemperatur  15°  C.  zu  erhalten,  sowohl  die  Dichten  Balling's
als  Steinheil’s  auf  dieses  Normale  zu  reduciren,  wobei  es  für
die  Praxis  mehr  als  genügt,  diese  Reduction  von  0  bis  zu  25  Zuckerprocenten
  vorzunehmen.
Die  Reductionsgleichung  für  Steinheil’s  Dichten  ist:
4  =  (ä'+0'5x))  =  (5'  +  0-5  x)  (1  —0-000075)
«o  A  die  auf  die  neue  Normaltemperatur  reducirten  Dichten,  8'  die
Steinheils,  x  die  Änderungen  in  der  Dichte  von  Zuckerlösungen
für  ein  Grad  C.  Temperatur-Unterschied,  d  die  Dichte  des  Wassers
bei  15»  und  d,  die  desselben  bei  15 ? 5  C.  bedeutet.
Für  B  a  11  i  n  g’s  Angaben  wird  :
A  =  (j"  +  2-S*)^  =  (*"+  2-5  x)  (1  —  0-000396),
'n  welcher  Gleichung  A,  8",  d,  d"  und  x  ähnliche  Geltung  haben
Wle  ln  den  früher  gegebenen.
            
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