Über Sacharometer.
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den verschiedenen Legalitäten am meisten nähert, weil sich sehr
häufig dann ohne Vornahme, wenn auch leichter so doch immer
lästiger Reductionen, die unmittelbar am Instrumente abgelesenen
Daten benutzen lassen.
Ad. 2. Man erkennt immer mehr, dass die Untergährung die
entsprechendste für Bierwürzen sei, da nur durch diese bei allen
übrigen Eigenschaften eines guten Bieres grosse Haltbarkeit erzielt
werden kann. In allen besser eingerichteten sowie grösseren Brauereien
ist daher jetzt die Untergährung fast ausschliesslich in Anwendung,
und wenn dies in einzelnen Land- und Winkelbrauereien noch
nicht der Fall ist, so kann dieser Umstand gewiss nicht als für die
Obergährung sprechend angesehen werden; im Gegentheile lässt
sich voraussehen, dass in verhältnissmässig kurzer Z-eit die Untergährung
selbst in den kleineren Brauereien und denen des flachen
Landes allgemein Platz greifen wird. Nun erscheint aber die Untergährung
nur bei möglichst niedriger Temperatur, zwischen 6 und
H>° C. durchführbar; der Brauer, das Sacharometer zur Prüfung der
Würzen vor und während der Untergährung benutzend und aus
dessen Angaben Besultate ziehend, hat daher meistentheils auch
Flüssigkeiten mit einer Temperatur von 6 bis 15° C. zu prüfen. Er
wird desto bequemer und genauer die Prüfung vornehmen, je kleiner
die anzubringende Beduction von der beobachteten Temperatur der
Flüssigkeit auf die des Normales ist. Dieses tritt nur bei tö° C. als
Normaltemperatur ein, während eine höhere z. B. 17 9 5 C. sich zwar
für die immer mehr und mehr in den Hintergrund gedrängte Obergährung
etwas vortheilhafter herausstellen kann, für Untergährung
jedoch entschieden zu hoch erscheint und eben wegen der Grösse
der vorzunehmenden, nicht absolut richtigen Beduction, Nachtheile
mit sich bringt.
Ad. 3. Auch in den Branntweinbrennereien schwankt besonders
in der kälteren Jahreszeit, in welcher der eigentliche Betrieb Statt
findet, die Temperatur der Meisciie, vor und nach, ja selbst während
der Gährung meistens zwischen 14 und 18° C., daher auch der
Brenner sein Sacharometer am liebsten für 15° C. normirt haben will.
Ad. 4. Für die Benutzung des Sacharometers bei der Presshefen-Erzeugung,
wo wegen der nöthigen stürmischen (wilden)
Gährung Bei einer höheren Temperatur der Flüssigkeit als 15° mit
Hefe gestellt und vergohren werden muss, mag bei dem ersten Anblick