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Gr aili ch.
■ In Fig. II ist y = 30°, y' =— 60° a= — 1S°; die Hyperbel-Aste
nehmen eine schiefe Lage in beiden Krystallen an, welche
in Fig. III, wo y = 45°, y' — — 4S°, « = 0° ist, in eine gegen
die Polygonseiten ganz symmetrische und regelmässige Stellung
übergeht, die Scheitel der Hyperbel liegen nun in den Axenpunkten,
denn sobald man in der Gleichung y = 45° setzt, verwandelt sich
dieselbe in
vj3 — = <j3.
Wenn man daher in dieser Lage die Distanz der beiden Scheitel
misst, so erhält man genau den scheinbaren Winkel der optischen
Axen (insoferne man nämlich von der Differenz zwischen diesen und
den Richtungen der gleichen Geschwindigkeit beider Wellensysteme
abstrahirt), während in allen übrigen Lagen diese Distanz einen
geringeren Betrag hat.
Sieht man auf die Stellung der Hyperbel-Äste gegen dieKrystallbegrenzung,
so zeigt sich, dass in dem makrodiagonalen Schnitte
dieselben die Abstumpfung des spitzen Rhombenwinkels, in dem
brachydiagonalen dagegen den stumpfen Winkel der Grundgestalt
umklammern. Und hiernach habe ich unterschieden: nachdem nach
Fig. I die Lage der Diagonalen aufgefunden worden, bestimmte ich
nach Fig. III das Verhältniss derselben zu dem optischen Hauptschnitte.
Man kann auf diese Weise unmöglich irren, sobald die Krystallumgrenzung
nur einigermassen erkennbar ist.
Fig. IV, wo y = G0°, y' = — 30°, a. — 15° ist, zeigt nun wie
die Hyperbel-Äste steigen bei fortwährender Abnahme ihrer Scheiteldistanz,
um in Fig. V (y=90°, y'=0°, cc=-|-45 0 ) aufs neueein Kreuz
zu bilden. Man sollte nun erwarten, dass bei weiterer Zunahme von y
auch die Äste der Curven weiter steigen: aber dem ist nicht so,
indem beim Vorrücken von y über 90° die Schwingungen, welche in
dem ersten Quadranten in den Halbirungslinien von FMF' stattfinden,
in die darauf senkrechten Supplementarschwingungen übergehen und
somit die Hyperbel um 90° zurückwenden, wodurch das Phänomen
den Anschein gewinnt als trennten sich bei dem Durchgänge durch
das Kreuz die Hyperhel-Arme der beiden Äste und verbänden sich die
gegenüberliegenden zu dem neuen Ästepaar, wie dies durch die
Buchstaben sä s'ä' angedeutet ist. Der geometrische Ort sämmtlicher
Abscissenaxen ist somit der durch den optischen Hauptschnitt
halbirte Quadrant,