Über Sacharometer.
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nicht immer besitzen, und dass bei der Einrichtung, Verfertigung,
Prüfung und Handhabung der Sacharometer eben wieder aus Unkenntniss
noch manche Missgriffe stattfinden.
§. 1. Das Sacharometer ist dem Wesen nach ein Scalen-Aräometer
zur Prüfung specifisch schwererer Flüssigkeiten als das
Wasser, welches also in einer derartigen Flüssigkeit um so weniger
einsinkt, ein je grösseres specifisches Gewicht sie besitzt. Beim
Lösen fester Körper im Wasser nimmt aber bis zu einer bestimmten
Grenze, dem Sättigungspunkte, die Dichte der Flüssigkeit zu, entweder
genau proportional der gelösten Menge des festen Körpers,
oder wie die Erfahrung zeigt, auf eine andere Weise derart, dass
für jede solche Lösung nach einem theils theoretisch, theils empirisch
ableitbaren Gesetze, aus der Dichte der Flüssigkeit ein Schluss auf
ihren Gehalt an dem festen Körper, oder mit anderen Worten deren
Concentration gezogen werden kann.
Sind die Dichten bekannt, welche bestimmten Zuckerlösungen
entsprechen, so vertritt also jedes Scalen-Aräometer, das unmittelbar
Dichten angibt, die Stelle eines Sacharometers. Allein für den
Gebrauch erscheint es bequemer, wenn das zur Prüfung zuckerhaltiger
Flüssigkeiten bestimmte Instrument nicht bloss Dichten, sondern
auch die denselben entsprechenden Gewichtsprocente an Zucker
angibt, weil man so den, durch häufige Interpolation lästigen, Gebrauch
einer Hülfstafel erspart. Diese unmittelbar Zucker-Gewichtsprocente
an der Scale angebenden Aräometer sind es, welche man
Sacharometer im engsten Sinne des Wortes nennt.
Wie eben erwähnt, setzt die Anfertigung eines Sacharometers
eine Tabelle voraus, welche vergleichsweise die Dichten mit den
ihnen zukommenden Zuckerprocenten in nicht zu grossen Intervallen
enthält. Versuche zeigten, dass die Procentgehalte von Zuckerlösungen
nicht genau proportional den Dichtenzunahmen seien, es
mussten also die in Rede stehenden Vergleichstafeln auf empirischem
Wege construirt werden, welcher ebenso zeitraubenden als viele
Ersiehtsmassregeln erforderlichen Arbeit sich Mehrere unterzogen,
ohne jedoch vollkommen übereinstimmende Resultate zu erlangen,
' y enn sich auch die erhaltenen Unterschiede im Allgemeinen als
geringfügig herausstellen.
Bevor ich zu diesen Resultaten der verschiedenen Experimentatoren
übergehe, muss ich auf einen Umstand aufmerksam machen,