Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

bei  Kotterbach  (und  Poracz)  im  Zipser  Comitat.

629

eingesprengt.  Die  Gangmasse  mehrerer  Gänge  in  der  Nähe  von
Kotterhach,  die  verschiedene  Arten  krystallinischen  Schiefers  durchschneiden,
  ist  theilweise  aus  Scliwerspath  zusammengesetzt;  folgende
will  ich  als  Beispiel  aufführen:  im  Zlatniker  Thale  bei  Poracz  durchsetzt ­
  der  Gang  schwarzen,  seidenartigen  Schiefer  (primitive  Thonschiefer),
  seine  Gangmasse  besteht  aus  Quarz,  Spatheisenstein  und
weissem  blätterigen  Scliwerspath,  in  welchem  Kupferkies,  Fahlerz
und  Zinnober  eingesprengt  sind;  auf  dem  mächtigen  Rücken  Koren,
der  das  Zakarowcer  Thal  vom  Thale  Kijary  bei  Jackelsdorf  unfern
Göllnitz  trennt,  und  der  aus  rothem  Talkschiefer  und  Talksandstein
(wenn  ich  diese  Gebirgsart  so  benennen  darf)  besteht.  Diese  Felsart
setzen  abgerunde  Quarzkörner  von  der  Grösse  des  Hanfsamen  und
ein  rothes,  talkartiges  Mineral  zusammen.  Dieses  Gestein  durchsetzt
ein  Gang,  der  aus  weissem  Quarz  und  weissem  spathigen  Schwerspath
  mit  Fahlerz  und  Kupferkies  besteht;  die  Gänge  von  Nieder-Szlana
  im  Gömörer  Comitate  treten  im  grünen  Talkschiefer  auf;  ihre
Gangmasse  besteht  aus  weissem  Quarz  und  Scliwerspath  mit  Kupferkies, ­
  Zinnober,  Fahlerz,  natürlichem  Amalgam  und  Schwefelkies.
Noch  entschiedener  beweiset  aber  der  Gang  im  Berge  Csuntowa  bei
Dobschau,  dass  die  Gangausfüllungen  der  hiesigen  Gänge  keine  Ausscheidungen ­
  sind;  dieser  Gang  durchsetzt  deutlich  geschichteten,
liasinischen  Alpenkalkstein  und  erreicht  stellenweise  eine  Breite
von  20'.  Diese  Gangmasse  bestellt  aus  einer  Art  von  zersetztem
Bitterspath,  der  in  Brauneisenstein  umgewandelt  ist,  mit  erhaltenen
Blätterdurchgängen;  das  Ganze  ist  mehr  oder  weniger  leicht  zerreiblich, ­
  in  dieser  Gangmasse  sind  Scliwerspath,  Zinnober  und  Falderz
eingesprengt;  der  Zinnober  in  pulverförmigem  Zustande  ähnlich  wie
im  Brauneisenstein  hei  Kotterhach,  das  Fahlerz  in  kleinen  Körnern
ist  meistens  in  Malachit  verändert  worden,  Scliwerspath  bildet
’/s—2  Zoll  grosse  Körner  und  hat  eine  ausgezeichnet  krystallinische
Structur.  Im  Allgemeinen  also  können  Scliwerspath,  Spatheisenstein,
Braunspath  und  Quarz  mit  den  verschiedenen  Schwefelmetallen  keine
Ausscheidungen  aus  dem  Nebengestein  sein;  denn  es  sind  ganz
fremdartige  Mineralien,  sie  finden  sich  ebenso  in  sehr  verschiedenen
plutonischen,  metamorphischen  und  neptunischen  Gesteinen,  und
ebenso  fehlen  einige  dieser  Mineralien;  dieser  Umstand  berechtiget
zur  Annahme,  dass  die  Gangmasse  aus  Bestandtheilen  bestellt,  die
uut  dem  Nebengestein  in  keiner  Verbindung  stehen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.