628 Zeiscz ner. Geognostische Schilderung der Gangverhältnisse
kann, nicht im mindesten im Stande ist, dieses Mineral in Flüssigkeit
zu versetzen, aber angenommen diesen Fall, so würden die kohlensauren
Eisenoxyde, die öfters sehr genau verbunden sind, zersetzt
werden; dieses aber findet nicht Statt. Dies Mineral ist vollkommen
erhalten, und öfters mitten im Schwerspath eingeschlossen. Mit
diesen Gangmineralien verbinden sich am genauesten Schwefelmetalle,
eine Trennung ist eben so unnatürlich als nicht denkbar. Die Gangausfüllung
kann nur auf eine und dieselbe Art vorgegangen sein, und
dies ist der nasse Weg.
Sind aber die Gangmineralien Ausfüllungs- oder Ausscheidungsmassen?
Wirft man einen unbefangenen Blick auf die Kotterbacher
Gänge, so findet man, dass diese Gangmineralien und die des Nebengesteins
aus ganz verschiedenen Mineralien zusammengesetzt sind;
unter ihnen findet auch nicht die mindeste Verwandtschaft Statt.
Wenn diese mächtigen Gänge Ausscheidungen wären, welche bis
120' erreichen, wo Schwerspath allein bis 30' Stärke erreicht, so
dürfte etwas von ihren Mineralien, von Schwerspath, Spatheisenstein,
Quarz sich auch im Nebengestein vorfinden, dieses ist niemals der
Fall; nicht die mindeste Spur von ihnen findet siclrim Gabbro, nur
Quarzadern machen eine Ausnahme. Ich hatte Gelegenheit den Gabbro
an sehr vielen Punkten zwischen Dobscliau und Göllnitz zu untersuchen,
aber nirgends fand sich auch nur eine Spur von Spatheisenstein
oder Schwerspath. Dass Schwerspath keine Ausscheidung aus
dem Gabbro ist, und mit ihm in keiner Verbindung steht, geben wohl
den Beweis die Zipser Gänge selbst. In der Nähe von Kotterbach
sind im Gabbro einige Gänge, die keine Spur von Schwerspath
zeigen, wie der Rinnergang im Thale Eisenbach, auch Maty Huilec
genannt, dessen Gangmasse aus gemeinem, weissen oder grauen
Quarz,- grosskörnigem Spatheisenstein und etwas weissem blätterigen
Braunspath mit Kupferkies besteht, dasselbe findet Statt in dem Dobschauer
Gange, der den krystallinisch-körnigen Gabbro durchsetzt,
und zwar in den Gängen, wo sich die Gruben befinden, genannt
Marien-Stollen, Theresien-Stollen, Adam und Eva (dichter Gabbro).
Die Gangmasse dieser drei Gänge bestellt aus Quarz und weissem
blätterigen ßraunspathe mit Kupferkies, Fahlerz und Spiesscobalt;
dasselbe wiederholt sich in den Gängen von Zakarowce und Göllnitz,
die im dichten Gabbro aufsitzen; ihre Gangmasse besteht ebenfalls
aus Quarz und Spatheisenstein und darin sind Kupferkies und Falderz