bei Kotterbach (und Poracz) im Zipser Comitat.
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Der grosse Mineralreichtlium der Kotterbacher Gänge befindet
sich nach den jetzigen Erfahrungen fast in der Mitte ihrer bekannten
Tiefe, ob der Adel in der Teufe zunimmt oder sieb vermindert, kann
gegenwärtig nicht ermittelt werden, da die Gänge einen ziemlich
gleichen Charakter behalten, und in ihrer Ergiebigkeit ziemlich
constant bleibt.
Die beiden Gänge von Kotterbach sind wahre Spaltenausfüllungen
im dichten Gabbro; sie ziehen sich fast parallel, und stossen zusammen,
aller Wahrscheinlichkeit nach, unter einem sehr spitzen
Winkel, in ihrem östlichen Ende, auf der Höhe zwischen Kotterbach
und Poracz. Ob die Gänge weiter fortsetzen ist unbekannt, da der
Gabbro hinter Poracz durch Kalkstein abgesclinitten ist. Die Ausfüllungsmasse
der Gänge besteht aus oxydirten und geschwefelten
Mineralien; die ersteren bilden die Hauptmasse, die anderen sind
untergeordnet. Die Gangmasse in der westlichen Hälfte der Gänge
hat überwiegenden Quarz und Spatheisenstein, in der östlichen waltet
Schwerspath vor; aber damit ist keineswegs gemeint, dass alle drei
Gangarten nicht zusammen erscheinen; öfters verbindet sieb Schwerspath
am genauesten mit Spatheisenstein; in dem schneeweissen,
schwefelsauren Minerale sind Spatheisensteinkrystalle porphyrartig
eingesprengt, welche durch ihre isabellgelbe Farbe abstechen; der
Quarz pflegt sich nicht so genau mit Schwerspath zu verbinden,
und bildet darin mehr oder weniger zusammenhängende Platten;
in genaueren Verbindungen aber tritt Spatheisenstein mit dem
Quarz auf.
Aus den Untersuchungen von Bischof ist es erwiesen, dass
kohlensaures Eisenoxydul wie schwefelsaure Baryterde nur wässerige
Sedimente sein können. Der Spatheisenstein bildet unendlich
viele Lager im Neocomien, Karpathensandstein, die mit Schichten
von Sandstein, Mergel und Thon wechsellagern; mitten in diesen
kohlensauren Eisenoxydullagern sind an vielen Orten Abdrücke von
Fucoiden, seltener Ammoniten, Hamiten (Libotyn bei Stramberg, in
der Gegend von Ustron, bei Bielitz). Zwar unterscheidet sich der
Spatheisenstein in Lagern durch seine Feinkörnigkeit und öfters
durch innige Beimengung von Thon; in den Gängen von Ungarn is,t
er ausgezeichnet krystallinisch und grosskörnig. Dass Schwerspath
im feurig-flüssigen Zustande die Gangspalten nicht ausfüllen konnte,
beweiset der Umstand, dass die grösste Hitze, die man hervorbringen