Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

626  Zeisczner.  Geognostische  Schilderung  der  GangverhSltnisse

spath;  seit  20  Jahren  hat  sich  nur  einmal  eine  grosse  Druse  mit
schönen  Krystallen,  und  später  keine  mehr  gezeigt.  Häufiger  sind
kleine  Drusen  im  Quarze  mit  Kalkspathkrystallen  ausgekleidet,  das
erstere  Mineral  findet  sich  in  ganz  kleinen  kaum  erkennbaren  Krystallen, ­
  begleitet  von  Fahlerzkrystallen.  Im  Allgemeinen  sind  die
Drusen  in  Kotterbach  wie  in  allen  mir  bekannten  Zipser  und  Gömörer
Gängen  nur  Ausnahmen;  die  mächtigen  Gänge  in  Talkschiefer  von
Stawinka,  Gölnitz,  Zakarowee,  Wodna-Banya  bei  Bela,  Binnergang
bei  Klein-Huilec,  auf  der  Bindt,  bei  Holcmanowce,  Einsiedel,  Metzensieffen
  und  Schmölnitz,  so  wie  auch  die  Gänge  um  Rosenau,
Wtachy  (Olah-Potaka),  Dobschau  u.  s.  w.  und  die  Gangspathen  im
Gabbro  von  Dobschau  und  Kotterbach  bestehen  aus  homogenen
Massen  ohne  Blasen-  oder  Drusenräume.
In  dem  oberen  Tlieile  der  Kottenbacher  Gänge  pflegt  sich  Spatheisenstein ­
  stets  in  Brauneisenstein  umzuwandeln,  am  deutlichsten  ist
dieses  in  den  hoch-östlich  gelegenen  Gruben  wahrzunehmen,  in  der
Grube  Josephi-Oberstollen,  auch  Zinnobergang  genannt,  bei  Poracz
ist  Spatheisenstein  gänzlich  verschwunden  und  in  dichten  oder
zelligen  Brauneisenstein  verwandelt,  mit  selten  eingesprengtem  unreinen ­
  dichten  Quarze.  Der  Gang  ist  hier  30'  mächtig,  und  100'  in
die  Tiefe,  soweit  die  Bergarbeiten  reichen,  hat  die  Umwandlung
stattgefunden.  Mit  dem  Spatheisenstein  scheint  gewöhnlich  der  blätterige ­
  Zinnober  zugleich  nicht  umgewandelt  zu  sein,  sondern  sein
Aggregationszustand  hat  eine  Veränderung  erlitten;  aus  dem  krystallinisch-blätterigen
  ist  er  erdig  geworden,  und  hat  eine  hochscharlachrothe
  Farbe  erhalten.  Ausnahmsweise  finden  sich  Kügelchen
von  gediegenem  Mercur  von  der  Grösse  eines  Stecknadelkopfes,  die
wahrscheinlich  aus  einer  Umwandlung  herrühren.  Diese  Nachricht
ertheilte  mir  der  Verwalter  dieser  Gruben,  und  andere  glaubwürdige
Bergbeamten  von  Kotterbach.  Unveränderter  Eisenglimmer  findet
sich  an  einzelnen  Stellen  mitten  im  dichten  Brauneisenstein.
Die  Schwefelmetalle  in  dem  tieferen  Tlieile  der  Gänge  sind  fast
immer  unverändert  geblieben;  nur  an  einzelnen  Stellen  verwandelt
sich  Kupferkies  in  Malachit,  selten  in  Kupferlasur;  Fahlerz  widersteht
noch  mehr,  erleidet  aber  dieselben  Umwandlungen  bei  den  derben
Abänderungen,  die  krystallisirten  aber  überziehen  sich  mit  einer  sehr
dünnen  unebenen  Kruste  von  Kupferkies  und  einem  schwarzen  Pulver,
dessen  Zusammensetzung  nicht  genauer  untersucht  werden  konnte.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.