bei Kotterbach (und Poracz) im Zipser Comitat.
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so unmerklich diese beiden Gesteine in einander über, dass ich nicht
wage, eine Grenze aufzufinden.
Kotterbach liegt in einem tiefen, engen Thale, welches sich von
Westen nach Osten erstreckt, und durch ein gegen Norden hinziehendes
Querthal in das hügelige Land der Zips mündet; gegen Osten
steigt das Thal rasch bis zum Rücken, auf dem das Dorf Poracz liegt.
Der südliche Abhang dieses Thaies und das geräumige Plateau,
genannt Krywe-Pole, bestehen aus dichtem grünen Gabbro, der nördliche
Abhang aber besteht theihveise aus Gabbro, auf welchem rothes
Conglomerat und unbedeutend veränderter Lias-Kalkstein ruhen. Der
Kalkstein ist graulichweiss und etwas körnig; in dem Rochus-Stollen
von Kotterbach durchziehen ihn unendlich viele Adern weissen Kalkspathes,
in dem sich Nester ausgefüllt mit Kalkspathkrystallen vorfinden;
weiter gegen Marksdorf ist das Gestein grau und derb,
und zeigt keine Veränderung. Die zwei Kotterbacher Gänge, auf
denen die vielen Gruben bauen, ziehen sich am nördlichen Thalabhange
und haben fast eine Richtung von Osten nach Westen, sie
sind aber mit einander nicht parallel, sondern stossen unter einem
sehr spitzen Winkel auf der Höhe gegen Poracz zusammen. Der
nördliche untere Gang, genannt der grobe Gang, erstreckt sich von
Westen nach Osten 7 liora; der Hangend oder Drozdziakower Gang
streicht 6 hora; beide sind gegen Süden geneigt, der erste unter
dem Winkel von 70°—80°, der zweite 80°—8S°. Beide Gänge
trennt ein Keil von dichtem Gabbro, beiläufig 300—400 Fuss
mächtig; seine mineralogischen Charaktere gleichen vollkommen dem
gewöhnlichen dichten Gabbro, aus dem mächtige Berge bestehen.
Dieser Umstand beweiset also, dass die Ganggesteine, so mächtig
dieselben auch hier hervortreten, keinen Einfluss auf die Veränderung
der Structur des Nebengesteines ausgeübt haben.
Die beiden Gänge nähern und entfernen sich von einander auf
eine ganz unbestimmte Weise; dieses pflegt von ihrer Mächtigkeit
abzuhängen. Im Allgemeinen schwankt die Mächtigkeit von 6'—80';
gewöhnlich pflegt jeder dieser Gänge eine Dicke von 20'-—30' zu
haben; zuweilen erreichen beide zusammen eine Mächtigkeit von 120'.
Die Gangmasse wird stets vom Gesteine durch ein deutliches gelbes,
thoniges Saalband getrennt, 1—2 Zoll dick.
Die Gangmasse beider Gänge ist fast ganz ähnlich, und besteht
hauptsächlich aus weissem Quarz, grobkörnigem Spatheisenstein und