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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

bei  Kotterbacli  (und  Poracz)  im  Zipser  Comitat.

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Die  deutliche  Trennung  der  Bestandteile  des  Gabbro  beschränkt
sich  nur  auf  eine  kleine  Strecke  von  Dobschau,  wo  die  reichen
Kobaltgänge,  genannt  Marien-Stollen,  Theresia-Stollen,  Adam  und  Eva,
denselben  durchsetzen;  eine  kleine  Viertelmeile  weiter  gegen  Osten
mengen  sich  die  Bestandteile  dieser  beiden  Mineralien  genau  und
bilden  ein  dichtes  Gestein  von  graulich-grüner,  stellenweise  ins  Blaue
spielender  Farbe.  Wären  die  Übergänge  der  körnigen  in  die  dichte
Varietät  nicht  wahrnehmbarer,  so  würde  man  leicht  diese  Gebirgsart
als  Diorit  betrachten  können.  In  der  Gegend  von  Wagendrüssel
auf  dem  Gebirgsplateau  Krywe-Pole  oder  Krummes  Feld  genannt,
oberhalb  Kotterbach  in  einem  pistaciengelben,  derben  Minerale,  das
viele  Ähnlichkeit  mit  Serpentin  hat,  sondern  sich  grosse  krystallinische
Körner  von  graulicher  Farbe  und  durchscheinend  an  den  Kanten  aus.
Der  dichte  Gabbro  hat  keine  bestimmten  Absonderungen,  seltener
ist  er  dickschieferig;  gewöhnlich  bedingt  dieses  ein  glimmerartiges,
feinschuppiges  Mineral  von  gelblich-grüner  Farbe.  Stellenweise
nimmt  dieses  schuppige  Mineral  die  Oberhand,  ertheilt  dem  Gestein
eine  bedeutendere  Weichheit,  als  dies  gewöhnlich  zu  sein  pflegt,
und  wird  gelblich-  oder  graulich-grün;  diese  Absonderung  bildet
unter  anderm  einen  Theil  des  Berges  Babiny,  unweit  Gross-Huilec,
den  Abhang  des  Bückens,  welcher  Gölnitz  und  Zakarowce  trennt,  wo
der  Maierhof  Anelizowy  Mayer  steht.  Ausser  dem  glimmerartigen
Minerale  linden  sich  dünne  Adern  von  weissem  Quarz.
Dafür,  dass  Gabbro  eine  eruptive  Gebirgsart  ist,  finden  sieb  an
vielen  Punkten  hinlängliche  Beweise;  er  ist  aller  Wahrscheinlichkeit
nach,  nachdem  das  Talkschiefer-Gebirge  bestand,  aus  einer  machhgen
  Spalte  hervorgebrochen,  und  ähnlich  wie  Basalt  erscheint  er
bie  und  da  in  vereinzelten  Kegeln.  In  der  Gegend  von  Gölnitz  und
weiter  südlich  an  dem  Folkmarer  und  Kaschauer  Hammer  erscheinen
vereinzelte  Gabbrokuppen  mitten  im  Talkschiefer.  In  der  Nähe  des
Gabbrodurchbruches  erscheint  in  ähnlichen  Verhältnissen  Serpentin
lm  Kalkstein  an  beiden  entgegengesetzten  Enden  des  gestreckten
Gabbroganges;  am  westlichen  bei  Dobschau  ragt  Serpentin  aus  dem
Kalkstein  und  Talkschiefer  hervor,  und  am  östlichen  bei  Jackelsdorf
tritt  er  mitten  im  Kalkstein  auf.  Nicht  nur  das  sporadische  Erscheinen
des  Gabbro  deutet  auf  dessen  plutonischen  Ursprung,  sondern  es
s1| h1  auch  unmittelbare  Beweise  vorhanden,  dass  dies  Gestein  als  eine
feurig-flüssige  Masse  hervorkam.  Die  zackigen  Felsen,  welche  aus

40'
            
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