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Kenngott. Mineralogische Notizen.
Betrachtet man die Blätter durch die dichroskopische Loupe,
so zeigt sich heim Hindurchsehen parallel der Hauptaxe keine Zerlegung
der Farbe, dieselbe tritt aber bestimmt ein, sobald man die
Lage des Blättchens allmählich verändert und schief hindurehsieht,
wobei ein lichtes Bouteillengrün neben dunklemPistaziengrünerscheint.
An einem parallelopipedischen Stückchen, welches ich in Folge der
besprochenen Zwillingsbildung trennen konnte, wurde die Differenz
der Farbe stärker wahrgenommen, indem das an sich schwärzlichgrüne,
durchscheinende Stückchen vor der dichroskopischen
Loupe ein sehr blasses Grün, verbunden mit Durchsichtigkeit und
schwarzer Farbe, verbunden mit Undurchsichtigkeit in den beiden
Bildern zeigte, wenn man senkrecht auf die Rhomboederfläche
hindurchsah.
Die besprochenen Krystalle sind durchgehends grünlichschwarz
und undurchsichtig, bisweilen neigt sich die Farbe mehr ins Grün
oder Braun; der Glanz ist auf den Rhomboederflächen schwach und
glasartig, auf den Spaltungsflächen stark und ein perlmutterartiger
Glasglanz. Der Strich ist licht grünlichgrau. Die Härte in verschiedenen
Richtungen verschieden, auf den Spaltungsflächen = 2
oder etwas darunter, an den Kanten == 4 oder etwas darüber, während
die Rhomboederflächen vom Fluss schwach, in der Richtung der
Streifung stärker geritzt werden. Wenig milde und in Blättchen
elastisch biegsam. Frische Tbeilungsflächen behaucht, zeigen die von
W. Haidinger angegebenen farbigen, concentrischen Ringe. Das
Verhalten vor dem Löthrohre und gegen Säuren ist das bekannte.
Wasser wurde im Glasrohre nicht bemerkt.