Mineralogische Notizen.
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der Ausbildung hatten, indem die zwar glatten Basisflächen meist
etwas gekrümmt waren, dieRhomboederflächen durch hervorspringende
Theilchen eine genaue Lage der Lineale hinderten. Im Mittel ergab
sich, wie schon angegeben wurde, die Endkante des Rhomboeders
= 73° und die übereinstimmendsten Messungen der Combinationskante
mit der Basis wichen wenig von 112° ab. Der letztere
Winkel aber wurde auch bisweilen wegen der Krümmungen der
Basis bis 113° und selbst etwas darüber gefunden. Bis jetzt angestellte
Versuche, diesen Winkel an kleinen Blättchen durch das
Reflexionsgoniometer zu bestimmen, waren von zweideutigem Erfolge.
Verwachsungen verschiedener Art, die nicht gerade immer auf
die Zwillingsbildung, wie sie so eben angegeben wurde, hinauslaufen,
zeigen sich oft an diesen Krystallen und sind durch bestimmte Verwachsungslinien,
wie sie in den Projectionen angegeben wurden,
angedeutet. Da aber die vorhandenen Stücke gewöhnlich nur als
Stücke grösserer Krystalle anzusehen sind, welche der Vervielfältigung
wegen zertheilt worden sind, so liess sich darüber nichts
Gewisses auffinden. Fast an allen Stücken aber findet sich die senkrecht
auf den Combinationskantenlinien gezeichnete Verwachsungslinie
und lässt sich ins Innere hinein verfolgen und bisweilen sind
auch Stücke in dieser Richtung abgetrennt, wobei aber die Trennungsflächen
nur uneben und unregelmässig sind. Die links in
Figur 14 angedeutete Verwachsungslinie ist seltener.
Das optische Verhalten zeigt bei der Untersuchung vermittelst
der Turmalinzange entschieden, dass die Krystalle optisch-einuxig
sind. Man sieht zwar, selbst an sehr dünnen Blättchen nie ein vollständiges
dunkles Kreuz, umgeben von regenbogenfarbigen Ringen,
sondern es treten zwei Curven (Figur 12) sehr nahe zusammen, und
entfernen sich bei dickeren Blättchen mit der Zunahme der Dicke, doch
sind die eoncentrischen, farbigen Kreise ganz deutlich zu sehen. Fig. 17
gibt die Lage der dunklen Curven und bei Umdrehung der einen
furmalinplatte die Lage der vier dunklen Punkte an, wie sie sich bei
emem Blättchen triangulärer Gestalt parallel der Basis abgeschnitten
ze 'gt, wenn man das Blättchen so in die Turmalinzange legt, dass
zwei parallele Seiten des Turmalinquadrates parallel mit einer Seite
des Glimmertriangels zu liegen kommen. Die dunkle Farbe des Glizn-®ers
erschwert einigermassen die Beobachtung.