Mineralogische Notizen.
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heiten zeigen, welche durch die Veränderung der Lage, Zu-und
Abnahme der kleinsten Massentheilchen hervorgebracht werden.
Wir können somit die Krystalle wegen dieser bedeutenden Abweichungen
nicht mit Wahrscheinlichkeit mit den Krystallen einer unveränderten
Species zusammenstellen, sie aber unter einander als zusammengehörige
betrachten, dabei aber nicht sagen, dass sie Krystalle
des Triplits wären oder das bezügliche Mineral zum Triplit machen,
welcher früher aufgestellt worden ist.
Gegen eine solche Annahme spricht die von W. J. Craw
(Sillim. J. XI. 99) angestellte Untersuchung, zufolge welcher man
nicht berechtigt ist, das Mineral für Triplit zu halten, auch nicht
einmal zu schliessen, dass es ein Zersetzungsproduct des Triplits sei
und dass die bereits veränderten Triplite identisch mit diesem Zersetzungsproducte
seien. Eine solche Identificirung ist freilich möglich,
wenn man, wie Shepard so Mannigfaltiges vereinigt, doch wäre es
dann bald besser, die so vereinigten Minerale aus den Lehrbüchern
zu streichen, als eine so componirte Species fortzuführen und ihr
dazu noch eine Krystallisation zu vindiciren, welche einer ihrem
Ursprünge nach ungenügend bekannten Pseudomorphose angehören,
deren Äusseres einzelnen der vereinten Minerale ähnlich ist.
Das Aussehen der beiden mir vorliegenden Exemplare ist auch
von der Art, dass man auf der Stelle sieht, dass man keine ursprüngliche
Bildung vor sich habe. Die Farbe ist stellenweise verschieden,
bräunlichschwarz oder eisenschwarz, matt bis sehr wenig glänzend,
stellenweise mit wachsartigem, stellenweise mit unvollkommenem
Metallglanze; bisweilen sind auch blau angelaufene Stellen zu sehen.
Die Krystallflächen sind nicht eben, zum Theil auch rauh und die
Betrachtung unter derLoupe zeigt unzweifelhaft eine durch chemische
Umänderung veränderte Oberfläche. Dabei durchsetzen zahlreiche
Sprünge dieselben und lassen sie leicht zerbrechen. Eine Spaltbarkeit,
vielleicht auch nur eine schalige Absonderung parallel den Flächen
df ist sichtbar. Vollkommen undurchsichtig; Strich rothbraun, Härte
= 30 — SO.
Das ursprüngliche Mineral war sicherlich wasserfrei, doch lässt
sich weder aus den beiden Analysen Craw’s eine Formel für die
Pseudomorphose aufstellen, noch die Zusammensetzung des veränderten
Minerales errathen; die Krystallformen des Triplits sind
demnach jetzt noch so ungekannt wie früher.