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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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K  e  n  n  g  o  11.

Da  der  Gehalt  an  Kieselsäure  auffällig  gross,  jener  an  Wasser
aber  sehr  gering  ausfiel,  so  bestimmte  C.  v.  Hauer  diese  beiden
ßestandtheile  wiederholt  und  fand  37-  95  Procent  Kieselsäure  und
3-91  Procent  Wasser,  was  mit  der  ersten  Bestimmung  sehr  nahe
zusammenfällt.  Das  Eisen  wurde  ganz  als  Eisenoxydul  in  Rechnung
gebracht,  weil  nach  besonderen  Proben  keine  oder  nur  eine  geringe
Menge  Eisenoxyd  in  dem  Mineral  enthalten  zu  sein  scheint.
Berechnet  man  die  Äquivalente,  so  findet  man
Si  0 3  :  AI,  0 3  :  R  0  (=  Fe,  Mn,  Mg  0)  :  HO  gleich
8'25  :  4 - 20  :  13-10  :  4-42  oder  gleich
1-96  :  1  :  3-12  :  1-03
wofür  man  ohne  alles  Bedenken  die  Zahlen
2  :  1  :  3  :  1
setzen  kann.  Die  daraus  hervorgehende  Formel
HO.  Al a  0 3  +  3  Mg,  Fe,  Mn  0.  2  Si0 3
ist  eine  neue  und  von  denen  anderer  Chlorit  -  Glimmer  verschieden,
wesslialb  man  dieses  dem  Chlorit  wohl  ähnliche,  aber  in  dem  gegenseitigen ­
  Verhältnisse  der  ßestandtheile  sehr  abweichende  Mineral  als
ein  neues  Glied  des  Geschlechtes  der  Chlorit-Glimmer  anzunehmen
berechtigt  ist.
Die  Eigenschaften  wurden  bereits  in  dem  oben  citirten  Aufsatze:
über  die  Gemengtheile  eines  Granites  aus  der  Nähe  von  Pressburg,
in  dem  Jahrhuche  der  k.  k.  geologischen  Reichsanstalt  ausführlich
beschrieben,  wesslialb  hier  eine  Wiederholung  des  Gesagten  nicht
mehr  nothwendig  ist.
6.  Über  die  KrystaIlgestalten  des  Triplits.
Die  Krystalle  eines  für  Triplit  angesprochenen  Minerales  von
Norwich  in  Massachusetts  sind  nach  meinem  Dafürhalten  nicht  für
Krystalle  des  Triplits  zu  halten.  Es  sind  einerseits  die  mit  verschiedenen ­
  Namen  belegten  Minerale,  welche  wasserfreie  oder  wasserhaltige ­
  Phosphate  des  Eisen-  und  Manganoxyduls  mit  oder  ohne
Gehalt  an  Lithion  und  geringen  Mengen  anderer  stellvertretender
ßestandtheile  darstellen,  so  unvollkommen  bestimmt  und  bestimmbar,
dass  wir  über  ihre  wahre  Zusammensetzung  noch  lange  nicht  ausser
allem  Zweifel  sind.  Dabei  gewähren  die  morphologischen  und
physikalischen  Eigenschaften  derselben  so  unsichere  Anhaltspunkte
zur  Fixirung  der  Species,  dass  man  bei  der  Trennung  derselben  von

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