Mineralogische Notizen.
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boedrisch stellt. Sie sind begleitet von kleinen kugeligen Partien
krystallisirten Hämatits von stahlgrauer Farbe und krystallinisehscluippigen
von rother Farbe, von sogenanntem Rotheisenrahm. Der
Quarz enthält Mispickel und Glimmer mit ihm verwachsen und eingesprengt.
Fast das umgekehrte Verhalten sah ich an auf Quarz aufgewachsenen
Krystallen angeblich von .Joachimsthal in Böhmen, an einem
Exemplare aus der Sammlung des in Wien lebenden Herrn Privatier
Biehler. Die Krystalle bilden auch die Combination des Hexaeders,
Oktaeders und Rhombendodekaeders, an denen die violblaue Färbung
unterhalb der Flächen der beiden zuletztgenannten Gestalten liegt,
während das Übrige weiss ist, so dass die Krystall •. ein, gegen die
Hexaederfläche diagonal gestelltes, weisses Quadrat oder Oktogon mit
blauen Rändern zeigen.
Ob der Fundort Joachimsthal in Böhmen für das letztgenannte
Exemplar der richtige sei, kann ich nicht verbürgen, weil Herr
Biehler dasselbe als von jenem Fundorte stammend, acquirirt hat.
Nur habe ich dabei die Bemerkung des Herrn Professors Zippe
anzuführen, dass er mit den Fundorten in Böhmen auf das genaueste
bekannt, das Vorkommen von Fluss bei Joachimsthal in Abrede stellt
und etwaige Angaben, wie die so eben gemachte auf Verwechslung
beruhend ansieht. — So finden sich auch in den Sammlungen des
k. k. Hof-Mineralien-Cabinetes nur vier Exemplare, darunter eines
mit Krystallen, welche von Joachimsthal stammen sollen, und in
Gustav Leonhard’s Handwörterbuch der topographischen Mineralogie
S. 221 ist bemerkt, dass Fluss wohl auf den Erzgängen, aber
nicht häufig vorgekommen ist. Hiernach sind auch die Angaben über
das Vorkommen des Fluss bei Joachimsthal in K. C. v. Leonhard’s
Handbuch der Oryktognosie Seite S28, Mohs, Naturgeschichte des
Mineralreiches, zweiter Theil, Seite 84 und Hausmann’s Handbuch
der Mineralogie, zweiter Theil, Seite 1439 und in anderen
Werken zu berichtigen.
8) Die violblauen, durchsichtigen, bis halbdurchsichtigen Krystalle
von St. Gallen in Steiermark, welche gewöhnlich die Combination
des Hexaeders und Oktaeders mit wenig glänzenden Hexaederund
rauhen, schimmernden Oktaederflächen darstellen, lassen bisweilen
eine Vertheilung der blauen Farbe in der Art bemerken, dass
dieselbe von aussen nach innen , unterhalb der Hexaederflächen pyra-