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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
die Räume a und b eine blassgelbe, dotterähnliche Masse enthalten,
so schien der Foetus nach vorne offen und jene Theorie konnte allerdings
eine glaubliche scheinen, um so mehr als die den Centralkeim
rings umschliessende Keimschicht äusserst zart und durchsichtig,
und daher der directen Beobachtung nicht leicht zugänglich ist.
Dies ist aber auch die einzige Thatsache die zu Gunsten dieser
Theorie angeführt werden konnte, dagegen alle Figuren, welche die
Entstehung der Dotterblase nach dieser Theorie deutlich machen oder
beweisen sollten, sind wohl nur erdacht, nicht aber beobachtet. Hieher
gehört namentlich die Figur 20 auf der IV. Tafel der Entwickelungsgeschichte
von Baer* welche den ersten Anfang der Darmabschnürungbedeuten
soll, während die von mir eben gegebeneFigur, welche
bei Baer jedoch äusserst unvollkommen in der Figur 21 derselben
Tafel dargestellt ist, die weitere Entwickelung und Vollendung dieser
Abschnürung wiedergeben wurde. Etwas , was Baer’s Figur 20
im Entfernten ähnelt, kann man erhalten, wenn man an einem Querschnitte
die beiden Seitentheile des Präparates zerrt; hierdurch reisst
die dünne Schicht m, n durch Fig. I. Ebenso ist zwischen der
Figur 20 bei Baer, und der folgenden ein bedeutender Sprung, so
dass sich diese beiden Figuren durchaus nicht an einander anschliessen,
auch wird es nicht gelingen, die fehlenden Mittelglieder in der
Wirklichkeit nachzuweisen, so, dass die Behauptung: die Figur 21
entwickle sich aus der Figur 20 jedes Grundes entbehrt. Dagegen
sind die anderen Figuren bei Baer wieder bis auf einige Einzelheiten,
die jedoch sehr wichtig sind, der Natur entnommen
und an diese Figuren und auf den letztem Umstand hin, schliesse
ich meine Theorie über die Bildung der beiden in Rede stehenden
Blasen an.
Ich habe in der Figur III einen Durchschnitt durch die ganze
Dotterkugel in einem Entwickelungsstadio gegeben, in welchem bereits
die Amnioshaut und die von derselben aus demFcetusleibe gleichsam
heraustretende scheidenartige Verlängerung sich gebildet hat.
Hierdurch öffnet sich der Nabelgang gegen die Dottermassen und die
Gefässe, welche durch den Nabelstrang heraustreten können, auch an
dieser und zwar an der äusseren Umkleidung derselben verlaufen und
sich verästeln. Die Dotterblase wird nun alle jene Formveränderungen
durchmachen, welche wir bei den verschiedenen Thierspecies
auftreten sehen.