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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
mes wie das S. Romanuni und das Intestinum rectum, ist noch
eine kurze Erörterung nothwendig.
Die Blastemmassen, in deren Mulden die genannten Theile sich
entwickeln, sind auch dort wo sie den Dickdarm berühren, gleichfalls
einer fortgesetzten Theilung unterworfen ; auch hier entstehen
sonach Furchungsmulden, welche aber nie die Grösse und die Bedeutung
haben wie an dem Dünndarmblasteme.
Sie erlangen nicht dieselbe Bedeutung, weil sich in dieselben
nicht der Darmcanal hinein verlängert. Doch sollten sie nicht leer
ausgehen. Die äussere Umkleidung des Darmrohres verlängert sich
nämlich in jene Mulden hinein (was ich in der Figur 289 an der
Blase B dargestellt habe). Denn diese äussere Darmbedeckung ist ja
selbst nichts Anderes als die periphere Lage der Blastemmasse B,
welche dem Dickdarmkeime von drei Seiten anliegt. Diese von
Stelle zu Stelle sich bildende Verlängerung der äussern Dickdarmumkleidung
(welche später gewöhnlich sich mit einer Fettmasse füllt),
ist unter dem Namen der Appendices epiploicae des Dickdarmes
bekannt. Diese Appendices finden somit nur in dem eigentlichen
Gange der Entwickelung des Dickdarmes die Berechtigung zu ihrem
Dasein. Aus der Anzahl derselben wird man mit derselben Sicherheit
und Genauigkeit auf die ursprüngliche Zahl der Blastemfurchungen
sehliessen können, wie dies eben erörtert worden.
Endlich zeigt ein senkrechter Längenschnitt wie etwa Fig. 287
durch die Bauchblase des Fcetus das Verhältniss des Mastdarmes zum
Bauchfelle. Vor dem Punkte eist dieses Darmstück von der Wirbelsäule
noch weit entfernt, demnach tief in die Blastemfurche der Bauchblase
eingesenkt von der es nun eine gekrösartige Befestigung erhält. Von
dem Punkte e dagegen liegt es bereits unter der grossen Bauchblase
mithin ausser dem Peritonäo und nähert sich dem Wirbelblasteme
fast bis zur Berührung; hier erhält es sonach kein Gekröse. Von dem
Punkte e aus läuft die Peritonäalhaut (äusserste Haut) der grossen
Bauehblase ohne Unterbrechung über die künftigen Organe M der
Beckenhöhle, von denen bald gesprochen werden soll.
Was die allgemein verbreitete Meinung betrifft, dass sich am
Darmcanale oder der sogenannten Darmrinne (Baers) die oberen und
unteren Theile zuerst, die mittleren zuletzt zu einem Canale scldiessen,
so kann ich dieses nach meinen Beobachtungen nicht allein
nicht bestätigten, sondern ich muss dieser Ansicht geradezu entgegen-