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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Darstellung  der  ersten  Entwickelung

die  Keime  A  und  B  um  welche  herum  der  erste  Keim  des  Darmcanales
  entstanden  ist,  einer  fortgesetzten  Theilung  nach  den  bekannten
Gesetzen.  In  die  hierdurch  entstandenen  Theilungsmulden  setzt  sich
aber  der  Darmcanal  ohne  Unterbrechung  fort  und  zwar  so  weit  bis
er  nahe  das  Ende  der  Theilungsmulde  erreicht  hat;  so  wird  unter
der  Voraussetzung,  dass  alle  die  Theilungsfurchen  in  ein  und  derselben ­
  Ebene  liegen,  durch  successive  Theilung  eine  Reihe  von  Formen ­
  entstehen,  wie  sie  in  den  Figuren  309,  310,  311  abgebildet
sind.  Lässt  man  nun  das  Blastem  der  beiden  Schenkeln  des  Dünndarmes ­
  in  alle  Mulden  des  Keimes  A,  den  unteren  Schenkel  in  alle
Mulden  des  Keimes  B  hineintreten,  so  entstehen  eben  so  viele  Darmschlingen ­
  als  hier  Furchungsmulden  sind,  und  die  Schenkel  des
Darmcanales  erhalten  dadurch  die  in  den  Figuren  312,313  dargestellte
Form.  Was  aber  hier  in  einer  Ebene  verzeichnet  ist,  das  erfolgt
auch  zunächst  in  der  darauf  senkrechten  mithin  horizontalen  Ebene
(Fig.  314—417)  und  jede  Darmschlinge  hat  sonach  eine  doppelte
Krümmung,  zunächst  eine  hogenartige  Krümmung  von  unten  nach
oben  und  wieder  nach  unten  dann  aber  auch  eine  Krümmung  von
rechts  nach  links  und  umgekehrt.  So  wird  es  nun  deutlich,  warum
die  Wurzel  des  Gekröses  um  vieles  schmäler  als  der  periphere  Theil
des  letzteren  ist,  und  die  einem  halb  gefalteten  Fächer  ähnlicheForm
des  Gekröses  und  des  mit  demselben  verbundenen  Dünndarmes  findet
nun,  glaube  ich,  eine  genügende  Erklärung.  Mit  den  Darmstücken
ziehen  aber  auch  die  Blutgefässe  in  die  Furchungsmulden  ein,  und
so  viel  Hauptfurchungsmulden  so  viele  grössere  Äste  der  Gekrösgefässe
  werden  sich  vom  convexen  Theile  der  letzteren  gegen  das
Darmstück  hin  begeben  (Fig.  318).  Aus  der  Anzahl  der  grösseren
Äste  der  meseraischen  Gefässe  kann  daher  unbedingt  auf  die  Haupttheilungen
  der  Keime  A  und  B  (Fig.  308),  welche  ich  von  nun  an
Dünndarmkeime  nennen  werde  ,  zurückgeschlossen  werden.
Es  wird  nun  nothwendig  sein,  nochmals  zur  286.  Figur,  welche
die  Entwickelung  des  Quergrimmdarmgekröses  darstellt,  zurückzukommen ­
  ,  um  von  hier  aus  die  Entwickelung  des  Dünndarm-Peritonäums
  zu  verfolgen.  Es  sind  nun  beide  Figuren,  jene  286  und  die
310,  zu  cornbiniren,  woraus  sich,  bezüglich  des  Peritonäums  leicht
Folgendes  ergibt.  Indem  sich  die  Darmstücke  in  den  Mulden  der
durch  Theilung  entstandenen  Keime  entwickeln,  erhalten  sie  von  der
peripheren  Substanz  dieser  letzteren  allenthalben  (eine  Stelle  aus-
            
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