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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

des  Circulations-,  Respirations-  und  Verdauungs-Apparates.  b9i)

tung)  wieder  nach  rechts,  von  da  in  derselben  Ebene  nach  oben  wo  er
in  den  Dickdarm  einmündet;  der  Dickdarm  zieht  aber  in  derselben
Richtung  wieder  nach  oben,  wendet  sich  dann  an  der  rechten  Seite
unterhalb  der  Leber  etwas  nach  vorne,  verläuft  unter  dem  Magen  und
der  Leber  quer  durch  die  Bauchblase,  krümmt  sich  unter  der  Milz
abermals  ein  wenig  nach  hinten  und  steigt  dann  von  der  Mulde  b
(Fig.  289)  der  linken  Furchungsrinne  der  Blasteme,  C  und  E  folgen
gekrümmt  bis  in  die  Mulde  cd  herab.  Und  hier  ist  der  Punkt,  wo  ich
dieses  Darmstück  früher  verlassen  hatte  um  die  Entwickelung  des
Dünndarmes  zu  verfolgen;  ich  werde  daher  noch  das  Fehlende  über
den  Lauf  und  die  Entwickelung  des  Endes  vom  Dickdarme  nachzutragen ­
  bemüht  sein.
Von  der  Stelle  cd  aus  (Fig.  289),  die  gerade  dem  Blinddärme
gegenüber  liegt,  zieht  an  der  linken  Seite  der  Keim  des  Dickdarmes
nach  der  Richtung  des  äusseren  (linken)  Randes  der  Blastemmasse  E
in  der  daselbst  befindlichen  Furche  nach  unten  und  einwärts  bis  zum
Punkte  e  hin,  wo  sich  die  horizontalen  Furchen  mit  den  senkrechten  vereinen. ­
  Von  hier  aus  seine  Richtung  verlassend,  läuft  er  nun  nach  der
Richtung  der  senkrechten  Hauptfurche  cf  (Fig.  287)  nach  unten  um
am  Ende  dieser  Furche  bei  f  nach  aussen  auszumünden.  Das  von  c
nach  e  (Fig.  289)  verlaufende  Darmstück  ist  aber  kein  anderes  als
die  Schlinge,  das  von  c  bis  f  hinziehende  Stück  dagegen  wird  zum
Mastdarme.  Von  der  Seite  gesehen,  zeigt  der  Dickdarm  den  in  Fig.  304
abgebildeten  Verlauf,  wobei  das  S.  Romanum  in  der  Projection  m!  n"
auf  einer  verticalen  Ebene  bedeutend  verkürzt,  der  Mastdarm  n'  o  dagegen ­
  in  dieser  Projectionsebene  selbst  verlaufend,  sonach  in  seinen
natürlichen  Lageverhältnissen  dargestellt  ist.  Der  Mastdarm  erscheint
daher  hier  nach  rückwärts  gekrümmt,  in  einer  Lage,  die  bekannter  -
massen  bleibend  wird.  Um  daher  den  ganzen  Darmverlauf  noch  einmal
übersichtlich  darstellen  zu  können,  habe  ich  die  Fig.  307  entworfen.
Hier  ist  der  Darmcanal  auf  die  Ebene  des  Papiers  projicirt;  derDünndarm
  von  a  bis  b,  so  wie  der  Mastdarm  von  m  bis  n  erscheinen  in
dieser  Projection  bedeutend,  die  anderen  Darmstücke  dagegen  gar  nicht
verkürzt.
Die  Blasteme  für  den  gesammten  Darmcanal  sind  so  wie  alle
bisher  betrachteten  Blastemmassen  nicht  hohle,  bläschenartige  Gebilde,
sondern  homogene,  Gallertkugeln  ähnliche  Massen;  durch  die  Umwandlung ­
  der  Blasteme  zu  Keimen  ist  der  erste  Schritt  zur  Canal-
            
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