Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

des  Circulations-,  Respirations-  und  Verdauungs-Apparates.  593
dieser  Spaltung  nimmt  der  Dünndarm  jene  Form  und  Lage  an,  welche
in  der  Fig.  286  dargestellt  ist.  Hier  erscheint  der  obere  Schenkel
nicht  allein  länger,  sondern  auch  weniger  gekrümmt  als  der  untere.
Die  Mulders  (Fig.  281),  welche  den  Dünndarmwinkel  enthält  (so
werde  ich  die  Stelle  bei  r  benennen),  verlängert  sich  nach  aussen
über  die  Bauchhöhle  des  Fcetus  hinaus  in  die  Höhle  des  Nabelstranges;
diese  nimmt  daher  einen  grossen  Theil  des  Dünndarmes  auf,  da  sie
nichts  Anderes  als  die  in  die  Länge  gezogene  Mulde  r  ist;  die  Insertion ­
  des  Nabelstranges  ist  der  Stelle  am  Unterleibe  entsprechend,  wo
das  untere  Ende  des  grossen  Magennetzes  hinfällt,  wie  dies  aus  den
bisher  gegebenen  Seitenansichten  leicht  hervorgeht.  In  der  Mulde  rs
sieht  man  ferner  ein  Gefäss  verlaufen,  das,  vom  Nabelstrange  kommend, ­
  an  der  rechten  Seite  des  Dünndarmes  hinaufzieht,  immer  der
Richtung  des  oberen  Dünndarmschenkels  folgend;  es  fällt  bei  a
(Fig.  281)  in  die  Leber.  Dieses  Gefäss  ist  die  künftige  Vena  nieseraica.
  Der  Bogen,  den  sie  parallel  dem  oberen  Darmschenkel  bildet,
ist  zum  Theil  bleibend,  er  hat  seine  convexe  Seite  nach  unten  und
entspricht  hierdurch  ganz  dem  Laufe  der  Vena  meseraica  bei  Erwachsenen. ­
  —  Betrachtet  man  die  Mulde  r  von  der  Vorderseite  des
Fcetus,  so  .erscheint  sie  mit  einer  vierseitigen  Durchschnittsfigur
(Fig.  190);  untersucht  man  sie  dagegen  auf  horizortalen  Schnitten,  so
zeigt  sie  dieselbe  Form,  wie  im  Verticalschnitte;  durch  diese  3  Hauptschnitte ­
  ist  aber  ihre  Gestalt  hinlänglich  genau  bestimmt,  sie  ist  von
trichterartiger  Form  mit  einer  ursprünglich  viereckigen,  bei  weiterer
Entwickelung  rundlichen  Durchsclmittsligur.  Doch  diese  Verhältnisse
ändern  sich  rasch,  durch  das  Anwachsen  des  Dünndarmes  wird  nämlich
diese  Mulde  besonders  rückwärts  nach  allen  Richtungen  hin  erweitert,
daher  in  etwas  mehr  entwickelten  Embryonen  das  Studium  der  Darmentwickelung ­
  nicht  mit  Vortheil  mehr  gemacht  werden  kann.
Der  Anschluss  des  so  gebildeten  Dünndarmstückes  an  den  Magen ­
  geht  nach  der  Richtung  der  hinteren  senkrechten  Mulde  der
oberen  Bauchblase  und  natürlich  auch  in  dieser,  folglich  nach  der
Richtung  der  Linie  a  b  (Fig.  301)  oder  der  Linie  rs  (Fig.  283)  vor
sich,  das  hier  verlaufende  Darmstück  kommt  nun  aber,  wie  es  durch
die  Besichtigung  der  Figuren  deutlich  wird,  gerade  hinter  das  Quergrnnmdarmgekröse
  zu  liegen,  von  dem  es  zwar  an  der  vorderen
Seite  aber  sonst  nirgends  einen  Überzug  erhält;  dieses  Darmstück
wird  zum  Duodenum  und  oberen  Jejunum.  Es  ist  im  Verhältnisse  zum
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.