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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
Theil wichtig ist, habe ich bereits früher erwähnt. Es braucht nicht
erst bemerkt zu werden, dass jedes der hier von der Seite sichtbaren
Blasteme sich spaltet, so dass die Frontansicht (Fig. 190) 6 solcher
Blastemmassen wird erscheinen lassen. Daraus ist aber auch ersichtlich,
dass es nicht gleichgültig ist, in welcher Gegend die Längenschnitte
angebracht werden. Wie sie in der Fig. 181 verzeichnet
sind, verlaufen sie alle nach der Linie ab (Fig. 189); nach der Mittellinie
dagegen geführt, werden sie eine andere Form annehmen
müssen, in der die einzelnen Blasteme durch weite Zwischenräume
von einander geschieden sind. Die Form von Querschnitten hängt
aber nicht allein von der Gegend ab, in der sie geführt sind, sondern
auf sie hat insbesonders dns Stadium der Entwickelung Einfluss, hn
Allgemeinen geht aus dem Anblicke der senkrechten Schnitte hervor,
dass jeder Querschnitt mehrere nicht ganz parallellaufende und in
sich geschlossene krumme Linien zeigen wird; die Zahl derselben
wird um so grösser sein, je tiefer nach unten der Querschnitt angelegt
wird. Der Muldenraum rs (Fig. 180 und 281) dient zur Aufnahme
des ersten Dünndarmkeimes und dieser letztere verbreitet sich genau
in der senkrechten Mulde zwischen und in den Keimen B und C,
nimmt daher die allgemeine Gestalt dieser Furche an und erscheint
daher in der Seitenansicht auf einem senkrechten Mittelschnitte in
der Form ab (Fig. 283). Die erste Anlage des Dünndarmes bestellt
sonach nicht aus einem geraden, nach vorne rinnenartig geöffneten
Gange, sondern sie ist eine bereits allseitig in sich geschlossene Blastemmasse
und hat keine Communicationen mit benachbarten Höhlen
oder Canälen wie schon oben erwähnt worden, sie besteht aus zwei
unter einem spitzen Winkel von oben und unten nach vorne hin zusammenlaufenden
Stücken von gleicher Länge. Diese Ansicht des
Darmcanales kann man unschwer erhalten, aber daran zweifle ich, dass
der Darm je mit Bestimmtheit von einem Beobachter als ein gerade
verlaufender Schlauch gesehen worden sei. Die Stelle, an welcher
die beiden gekrümmten Darmschenkel Zusammenkommen, entspricht der
späteren Übergangsstelle des Dünndarmes in den Dickdarm in keiner
Weise, sie gehört bloss dem Dünndarme an, auch wiederholen sich
derartige Knickungen am Dünndarme noch mehrere Male wie weiter
unten gezeigt werden soll. Anfangs sind die beiden Darmschenkel
fast von gleicher Länge, mit der weiteren Spaltung der untern Unter'
leibsblase wird aber der obere Schenkel länger als der untere. Mit