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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
zu welchem Behufe wohl wieder ein horizontaler Schnitt fürs Erste
sich am zweckmässigsten erweisen wird. Ein solcher ist hekanntlicli
(Fig. 208) durch das Leber und Magenblastem oder die schematische
(Fig. 201). In dem letztem Schnitte sieht man an der linken Seite
des Foetusleibes die Wand desselben aus drei parallelen Schichten
zusammengesetzt, hiervon ist die erste die Wand des grossen Leibeskeimes;
die mittlere die Wand des Unterleibskeimes, die innerste die
Wand des Keimes, aus dem sich die Leber entwickelt. Die Leber
entsteht aus 2 Hauptblastemen B und C, welche an der Berührungsfläche
mit einander verwachsen; hinter dem linken Leberlappen entwickelt
sich der Magen, letzterer ist daher durch einen kurzen Hautstreif
fg (Fig. 201, 208) mit dem Keime des linken Leberlappens
verbunden. Der Magenkeim hat anfangs eine rundliche Form,
(Fig. 299) durch weitere Spaltung entsteht die Form 300, welche
heim Menschenmagen die bleibende ist, und mit ihr, da durch die
Spaltung der Magen nach rechts hin sich vergrössert, eine scheinbare
Lageveränderung. Auch scheint die Trennung der Magenhaut in eine
rechte und linke histologisch von einander geschiedene Hälfte mit der
ursprünglichen Spaltung des Magenkeimes zusammenzuhängen.
Die Trennung der Magenwände in verschiedene Schichten erfolgt
gleichfalls nach dem schon vielmal erwähnten Gesetze. Der
Durchmesser der Magenhöhle steht zum Durchmesser des ganzen
Magens in einem solchen Verhältnisse, das aus dem obersten Bildungsgesetze
S=m M-\-1 sich ableiten lässt; jede der Hauptschichten
der Magenwand wie: die Mucosa, die Musculuris und die Serosa
sind was ihre Dicke betrifft, dem allgemeinen Entwickelungsgesetze
der Zellen Z—nlc— (n—1) 1-5 unterworfen und aus diesem in der
bekannten Weise abzuleiten. Doch hiervon später. — Es liegt
übrigens in der Natur der Sache, dass das seröse Blatt so wie überhaupt
die Wände aller Canäle im Verhältnisse zum Lumen derselben
um so dicker sind, je jünger der Embryo ist. Namentlich am Magen
hat das seröse Blatt anfangs eine beträchtliche Dicke.
Ich habe mich mit diesen Untersuchungen über die Entwickelung
des Magens begnügt, seine weiteren Metamorphosen dagegen
nicht verfolgt. Ich zweifle aber keinen Augenblick, dass es gelingen
wird, die weitere Gestalt und (scheinbaren) Lageveränderungen dieses
Organes auf das Einfachste der Entwickelungsgesetze, auf die fortgesetzte
Spaltung zurückzuführen. Namentlich bietet sich dieses