des Circulations-, Respirations- und Verdauungs-Apparates. 389
innere Blatt der Bursa omentalis ist es, welches die obere Seite des
Quergrimmdarmes (Fig. 28S) überdeckt, mit demselben verwächst
und dann nach hinten gegen die Wirbelsäule, und von hier aus bogenförmig
zur hintern Fläche des Magens verläuft, während das äussere
Blatt der Bursa omentalis mehr die untere Fläche des Darmes
bekleidet, gleichfalls gegen die Wirbelsäule fast horizontal hinzieht
und von hier aus bogenartig nach unten in das Dünndarmgekröse sich
fortsetzt. Hiermit sind alle Einzelheiten dieser interessanten Bildung
aufgehellt und jede Modilication, die sich im Thierreiche im Verlaufe
dieser Theile kund gibt, wird aus dem gegebenen Principe leicht
erklärt werden können.
Nimmt man endlich auch heim Grimmdarmgekröse, um alle Verhältnisse
berücksichtigen zu können, den Frontaufriss mit dem Profile
zu Hülfe, so wird aus diesen, verbunden mit einem Querschnitte die
Breite des Grimmdarmgekröses und sein Verkältniss zu den Bauchwänden
erklärlich. In den Fig. 288 und 2SB ist der ganze Bogen
den der Dickdarm bildet, dargestellt, woraus ersichtlich ist, dass die
beiden Theile aund b die seitlichen Endpunkte des Gekröses sind, und
dass Blinddarm und Colon descendens, weil unmittelbar der Bauchwand
anliegend, der angegebenen Entwickelungsgeschichte zufolge
auch kein Gekröse haben können, während das Gekröse um so länger
wird, je mehr der Darm im Aufsteigen begriffen ist, wie dies aus
jeder Seitenansicht der Leibesblasen deutlich zu erkennen ist, wie
i“ B. in (Fig. 281), wo die Entfernung cb die Breite des Gekröses
im mittleren Theile des Quergrimmdarmes ausdrücken wird. Ferner
bemerkt man noch, wenn man auf die erste Entwickelung der Bauchblase
zuriickgeht, wie dies in der Fig. 288 dargestellt ist, dass
sich von der einen Seite der Bauchblase und zwar rechts sowohl als
links eine Hautfalte aq losmacht und gegen jene Stelle hinzieht, in der
sich der Dickdarm entwickelt. Überbleibsel dieser schrägen (serösen)
Hautfalten findet man hei Erwachsenen noch als die Ligamenta
pteurocolica, welche den Peritonäalsack in eine obere und untere
Hälfte bekanntlich in der Art theilen, dass z. B. bei Vergrösserungcn
der Milz dieses Organ der Richtung des Lig. pleuro-colicum
folgend, nicht gerade nach unten, sondern nach a b und einwärts
vorrückt.
Es ist nun nach dieser etwas langen Erörterung an der Zeit die
Entwickelung des Magens und des übrigen Darmcanals zu untersuchen,
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